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Studie belegt: Prognose eines Pokerbluffs bei menschlichem Gegner möglich

2012-07-11 von Patrick Wiese


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Beim Pokerspiel ist es gelegentlich notwendig, einen Bluff zu machen, doch man fragt sich, wann dies der Fall ist.





Mit der Messung von Gehirnströmen können Forscher einen Bluff vorhersagen
Mit der Messung von Gehirnströmen können Forscher einen Bluff vorhersagen


Wissenschaftlern ist es gelungen, mittels Gehirnscans zu prognostizieren, wann Spieler diese Handlung machen. Doch dies ließ sich nur dann bewerkstelligen, wenn die Probanden gegen einen Mensch spielten. Wenn sie gegen einen PC antraten, sahen die Abläufe im Gehirn wohl anders aus.

Nun können die Wissenschaftler ins Gehirn sehen und sagen, ob ein Spieler gegen einen anderen Spieler einen Bluff machen wird. Spielten die Testpersonen gegen die Maschine, dann glückte die Prognose nicht. Dies stellte ein Team der Duke University in North Carolina fest und berichtete davon in der Zeitschrift "Science".

Lediglich bei einem Gegenspieler aus Fleisch und Blut konnte man Aktivitäten in einem speziellen Hirnbereich machen, sodass eine Prognose möglich wurde. 18 Testpersonen absolvierten eine einfachere Pokerpartie; hier hielten die Forscher die Tätigkeit des Hirns mit einer funktionellen MRT fest.

Diese zeigte die Bereiche des Gehirns, die stark aktiv waren. Die Probanden waren sich im Klaren darüber, ob sie gegen einen Menschen oder eine Maschine spielten und vor der Partie wurde ihnen zuerst ein Bild des Gegenspielers gezeigt. Diese gaben dem Gegner vor dem Spiel die Hand. Die Testpersonen absolvierten mehrere Partien und jeder spielte gegen Mensch und Maschine, ersterer war stets identisch.

Hierbei gab es mal gute und mal schlechte Karten und die Probanden mussten eine Entscheidung fällen, ob sie weiterspielen wollen oder nicht; hierfür gab es eine Zehntelminute Zeit. 54 Prozent der Teilnehmer wagten einen Bluff und setzen einen Einsatz, obwohl ihre Karten nicht besonders gut waren. Bei den Gegenspielern aus Fleisch und Blut war es den Wissenschaftlern möglich, den Entschluss der Probanden zu prognostizieren.

Dies war besonders dann der Fall, wenn der Gegenspieler als sehr stark eingestuft wurde. Hier wurden Hirnaktivitäten an der Region zwischen Schädel- und Schläfenlappen deutlich. Diese Region hat die Aufgabe, das Gegenüberstehende als Mensch auszumachen, so ein Wissenschaftler.

Diese waren erstaunt, dass sie keine Schlussfolgerungen aus Tätigkeiten in Bereichen des Hirns anstellen konnten, die üblicherweise in Situationen sozialer Natur zum Zuge kommen.

Die Wissenschaftler stellten prinzipiell fest, dass die Probanden mehr Aufmerksamkeit hatten, wenn sie gegen einen Gegner aus Fleisch und Blut antraten.






geschrieben am 2012-07-11 von Patrick Wiese

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