Durch das saarländische Spielhallengesetz sollen in Zukunft für die Betreiber der Spielhallen harte Zeiten kommen, denn in dem Gesetz wurden Mindestabstände zwischen den Spielhallen festgelegt, außerdem sollen in Zukunft Mehrfachkonzessionen für die einzelnen Etablissements verboten werden.

Darüber hinaus sind in dem Gesetz verkürzte öffnungszeiten vorgesehen. Die Betreiber wollen nun Klagen, da sie sich gegenüber den staatlichen Spielbanken benachteiligt fühlen, so heißt es von Seiten des Vorsitzenden des AutomatenVerbands Saar (AVS), Christian Antz.

Für die Spielhallenbetreiber hat das Gesetz schwere Folgen. Antz zufolge mussten in der Branche bereits 20 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut werden, ein schweres Schicksal für die Angestellten dieser Industrie. Auch die Umsätze seien bereits zurückgegangen und wurden teilweise bis fast auf die Hälfte reduziert. Für die Spielhallen sind die Regelungen nicht besonders gerecht, so Antz. Die Spielbanken haben die Möglichkeit, sich die Schließzeiten selbst auszusuchen, während die Betreiber der Spielhallen sich an feste Zeiten halten müssen.

Doch nicht nur diese Regelungen, sondern auch das geltende Rauchverbot sowie die erhöhte Vergnügungssteuer erschweren es den Betreibern, mache sehen sogar bereits die eigene Existenz in Gefahr. Gleichzeitig gibt es auch gute Punkte, die in dem Spielhallengesetz verankert wurden. So befürwortet Antz zum Beispiel die Erarbeitung der Konzepte für den Spielerschutz. Von Seiten der Spielbanken sei sogar die Einführung der Spielerkarten angestrebt, zum Schutz der Spieler.

Dennoch wollen die saarländischen Spielhallenbetreiber das Spielhallengesetz kippen, so heißt es von Seiten der Beteiligten. Zuerst soll die Feststellungsklage beim Verwaltungsgericht Saarlouis eingereicht werden. Auch wird bereits mit dem Gedanken gespielt eine Verfassungsklage einzureichen. Nach dieser müsste dann die Gesamtgültigkeit des Gesetzes geprüft werden.