In vielen Orten Deutschlands reihen sich die Spielhallen dicht an dicht. Vor Jahren waren diese vor allem in Großstädten wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die Spielhallen werden von vielen Menschen als Schmutzfleck empfunden.

Auch in Frankfurt gibt es bestimmte Interessensgruppen, die nicht begeistert sind von den Spielhallen und dem dadurch entstandenen Stadtbild. In Hessen soll sich dies mit diesem Jahr nun ändern. Das Jahr 2017 könnte für viele Spielhallenbetreiber schwierig werden. In Hessen wurde bereits angekündigt, dass vielen Spielhallen das Aus drohen könnte.

Was sich 2017 in Hessen ändern soll:

  • von rund 170 Spielhallen sollen weniger als die Hälfte übrig bleiben
  • in der zweiten Jahreshälfte treten Änderungen des Hessischen Spielhallengesetzes in Kraft
  • Entscheidungen welche Spielhallen bleiben dürfen und welche nicht sollen bald getroffen werden
  • Auswahl soll orientiert an dem Kriterienkatalog des Wirtschaftsministeriums getroffen werden
  • es wird eine Klagewelle von Seiten der Betreiber gefürchtet

Die Spielhallen haben auf viele Spieler eine ganz besondere Anziehungskraft. Die Gefahr der Spielsucht ist hier also für viele Spieler sehr hoch. Nach Einschätzung der Hessischen Landesstelle für Glücksspiel gibt es in der Region rund 20.000 krankhafte Glücksspieler.

Darüber hinaus soll das Spielverhalten von etwa nochmal der gleichen Anzahl an Spielern problematisch sein. Die Spielsucht stellt eine große Gefahr für Spieler dar und etwa 80 Prozent der Betroffenen sind Studien zu Folge vom Automatenspiel abhängig. Mit der neuen Regulierung soll die Anzahl der Spielhallen verringert werden. Ziel ist es somit die Spielsucht zu verringern und die Gefahr für die Spieler einzudämmen.

Andere Bundesländer haben die Regelungen bereits strenger gemacht. So ist das Berliner Spielhallengesetz ein gutes Beispiel dafür, dass mit einer strengeren Gesetzgebung Suchtprävention und Spielerschutz betrieben werden können. Auch in Hessen soll mit dem neuen Gesetz, welches Mindestabstandsregelungen, maximale Anzahl an Spielautomaten pro Etablissement und Spielerschutzkonzepten beinhaltet, daran gearbeitet werden, dass die Suchtgefahr abnimmt.

Natürlich sorgt dies mit großer Wahrscheinlichkeit nicht für Freude bei den Spielhallenbetreibern. Diese sehen sich in ihrer Existenz gefährdet. Denn auch mit einem neue Sozialkonzept werden Kosten entstehen, denn die Regelungen müssen umgesetzt und die Mitarbeiter müssen geschult werden.