Online-Poker Anbieter und Sportwettenanbieter machen sich nun bereit, denn ab März sollen offiziell die Lizenzen für Schleswig-Holstein vergeben werden. In Norderstedt fand kürzlich genau zu diesem Thema eine Informationsveranstaltung statt, wo für die Anwälte und Manager von den Glücksspielunternehmen dargestellt wurde, was getan werden muss, um eine Lizenz zu erhalten und wie die Regulierungen für den zukünftigen Markt in Schleswig-Holstein geplant sind.

Schleswig-Holstein hatte im letzten Jahr als einziges Bundesland keine Unterschrift unter den Entwurf für den künftigen Glücksspielstaatsvertrag gesetzt, in dem festgelegt wurde, dass 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden sollen. In Schleswig-Holstein wolle man das Angebot jedoch uneingeschränkt zulassen.

Auch bei den Steuerabgaben haben die 15 anderen Bundesländer offensichtlich eine andere Meinung als die Zuständigen in Schleswig-Holstein, wo die Steuern weit geringer ausfallen sollen. Die Voraussetzungen für die Bundeslizenzen seien für die Anbieter nicht attraktiv genug, so die Experten. Deshalb wurden schon Vermutungen laut, dass sich für die Bundeslizenzen kein Unternehmen bewerben werde.

Im Gegensatz dazu herrschte bereits vorher in Schleswig-Holstein ein großer Andrang. Die Unternehmen wollen an dem legalisierten Glücksspielmarkt in Schleswig-Holstein beteiligt sein. Auf der Informationsveranstaltung wurde deutlich, dass die interessierten Unternehmen dem Bundeland genügend Transparenz entgegen bringen müssen. Sowohl über die Finanzen als auch über die Angestellten der Unternehmen muss Auskunft gegeben werden, um für eine Lizenz vor Ort in Frage zu kommen. Außerdem wird besonders viel Wert auf den Schutz der Kunden und die Sicherheit gelegt. Deshalb müssen die Unternehmen bestimmte technische Anforderungen erfüllen und den Richtlinien des Bundeslandes entsprechen.

Der Schwarzmarkt im Bereich Online Glücksspiel war in den letzten Jahren in Deutschland zunehmend gewachsen. Aus diesem Grund haben einige Experten die einzige Möglichkeit darin gesehen, Online Glücksspiel zu legalisieren, um Kontrolle darüber zu haben und die Spieler schützen zu können. Im Jahr 2010 spricht man von einem Umsatz in Höhe von 850 Millionen Euro, die durch Online Glücksspiel umgesetzt wurden.

In der ganzen Welt spricht man von Umsätzen in Höhe von etwa 24 Milliarden Euro, die durch Online Glücksspiel gemacht werden. Schleswig-Holstein hat aufgrund dieser Zahlen guten Grund anzunehmen, dass auch die Einnahmen des Bundeslandes rapide steigen werden. Gerechnet wird mit zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro.

Ab wann die Unternehmen sich bewerben können, wurde noch nicht festgelegt, doch die Zuständigen versprechen, dass alles bereits seinen Gang geht und die Regelungen so schnell wie möglich umgesetzt werden sollen.