Die Glücksspielinsel Macau, die zu China gehört, zieht unzählige Spieler aus aller Welt an, aber auch viele Einheimische nutzen die Gelegenheit um immer wieder vor Ort ihr Glück auf die Probe zu stellen.

Besonders ausgeprägt ist bei den chinesischen Zockern der Aberglaube. Während die deutschen maximal einen Talisman mit zum Spieltisch bringen oder ein besonderes Glücksshirt tragen, ziehen die Chinesen in dieser Hinsicht schon ganz andere Seiten auf. Es wird rote Unterwäsche getragen, es darf einem niemand auf die Schulter tippen, am gleichen Tag sollte Sex vermieden werden und das Casino sollte niemals durch den Haupteingang betreten werden. Viele Chinesen richten sich nach diesen Regelungen und erhoffen sich dadurch größeres Glück beim Spielen.

Glücksspiel gehört quasi zur chinesischen Tradition. Schon bei Familienfesten wird in den chinesischen Familien um Geld gezockt. In China wird das Verhalten der Chinesen in Bezug auf das Glücksspiel wie in anderen Ländern untersucht, denn es wurde schon oft die Frage gestellt, warum die Chinesen so gerne dem Glücksspiel nachgehen. Forschungen ergaben, dass die chinesische Bevölkerung ein anderes Verhältnis zum Risiko habe.

Durch den Aberglauben der Chinesen, wird hier dem Glück und dem Schicksal sowie anderen Mächten eine andere Bedeutung zugesprochen, somit ändert sich bei den Spielern auch das Verhalten gegenüber diesen unkontrollierbaren Einflüssen. Auf eine gewisse Art und Weise habe dies ja auch mit Glauben bzw. Aberglauben zu tun, der in China sehr ausgeprägt ist.

Eines der beliebtesten Glücksspiele bi den Chinesen ist das bekannte Mah-Jongg. Hier geht es meist nur um kleinere Beträge, aber vor allem Familienfeste, Hochzeiten und ähnliche Ereignisse werden von den Chinesen gerne für den kleinen Nervenkitzel zwischendurch genutzt. Während in Macau das Zocken offiziell erlaubt ist, ist es ansonsten in China verboten. Doch die Chinesen spielen zu gerne und so lange sich dies in Maßen hält, wird es üblicherweise auch nicht verfolgt bzw. kontrolliert.