Diese ungleiche Behandlung des gleichen Themas in der EU sorgt bei vielen für Verwirrung und Unverständnis. An einem Beispiel festgemacht zeigen allein die Regelungen in österreich und Deutschland die großen Unterschiede.

Die Sportwetten in österreich sind erlaubt, während das Online-Glücksspiel über das Lottomonopol geregelt werden soll. In Deutschland hingegen gilt ein generelles Online Glücksspiel Verbot, jedoch sollen die Sportwetten eingeschränkt zugelassen werden. Hierbei erfolgt gerade die Prüfung der Gesetzeslage in Deutschland durch den EuGH.

Doch nicht nur in Europa allein scheint Uneinigkeit zu herrschen, sondern auch in Deutschland gelten unterschiedliche Regelungen. Das nordische Bundesland Schleswig-Holstein hatte nämlich anfänglich den Alleingang gewagt und sich selbst vom Glücksspielstaatsvertrag ausgeschlossen. Ach den Regelungen des Bundeslandes im Norden sollten sowohl Sportwetten als auch Online Glücksspiel vor Ort legal werden.

Hierfür wurden sogar bereits erste Lizenzen an Anbieter aus aller Welt ausgegeben. Während innerhalb des Landes versucht wurde die liberale Regelung zu bekämpfen, sollen unterdessen 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter ausgegeben werden. Die Konditionen hierfür sind jedoch für die Anbieter eher schlecht als recht und aus diesem Grund werden die Regelungen derzeit noch von Seiten des EuGH geprüft.

Die chaotische Situation innerhalb Europas und innerhalb einzelner Länder führt dazu, dass der illegale Online Glücksspielmarkt weiterhin wächst, die Spieler dem Online Spielvergnügen nachgehen ohne dabei durch Präventionsmaßnahmen und Regelungen geschützt zu werden.

Aufgrund eben dieser Entwicklung sollten einheitliche Regelungen gefunden werden, die den Markt in Europa regulieren und in erster Linie auch den Spielerschutz in den Vordergrund stellen. Die Regierung stellt an dieser Stelle als Lösungsvorschlag den Aktionsplan Online-Gaming vor, mit dem Markt entsprechend reguliert werden soll.