Gekauft wurde von Novomatic die Tochtergesellschaft der Österreichischen Lotterien, Lotaria Kombëtare. Aktuell wird von Seiten Novomatics noch auf die Zustimmung des albanischen Finanzministeriums gewartet. Währenddessen werden von Seiten des Glücksspielunternehmens noch keine weiteren Details bekannt gegeben. Klar ist jedoch bereits, dass sich Albanien für Novomatic als hartes Pflaster herausstellt.

Fakten zur Lotaria Kombetare (deutsch: Nationallotterie) in Albanien:

– war eine 100-Prozent-Tochter der AÖLGH

– hatte nach einer Ausschreibung im Jahr 2012 die Lizenz zum Aufbau, Betrieb und Management der Albanischen Lotterie auf zehn Jahre erhalten

– 2013 startete man mit Lotto "6 aus 39" und Rubbellosen

– sukzessive wurden andere Lotteriespiele eingeführt, etwa das albanische Pendant zur Geldscheffel-Show "Money Maker"

– die Erwartungen wurden nicht erfüllt

– Umsatz von umgerechnet 4,2 Millionen EUR

– Verlust von 3,5 Millionen EUR

– Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Gläubigern ca. sechs Millionen EUR

Aufgabe der Auslandsgeschäfte

Während Novomatic in Albanien die 68 Prozent der teilstaatlichen Casinos Austria an den Lotterien übernimmt, rechnet das niederösterreichische Unternehmen vor Ort gleichzeitig mit rückläufigen Umsätzen in dem hiesigen Glücksspielmarkt, da das Land per Gesetz bis 2016 die elektronischen Casinos schließen lässt.

Bei den Lotterien hingegen werden weitere Auslandsgeschäfte aufgegeben. So verabschiedet man sich in Russland von der Russisch Österreichischen Lotterien Holding Gesellschaft mbH.