Während Lottospieler sich ganz allein auf ihr eigenes Glück verlassen müssen, gibt es beim Poker Möglichkeiten, den eigenen Erfolg durch Talent und Können zu beeinflussen.

Sportwissenschaftler sind heute mehr und mehr der Meinung, dass Poker als Sport anerkannt werden sollte. Beim Sport gehe es um Wettkampf, Leistungsvergleich und schließlich um die Frage, wer der beste bzw. geschickteste Athlet von allen ist, so der Sportwissenschaftler Mag. Martin Sturc.

Laut Gesetzgebung ist die Klassifizierung als Glücksspiel klar definiert. Gemäß 1 GspG handelt es sich dann um ein Glücksspiel, wenn die Entscheidung über das Spielergebnis ausschließlich oder überwiegend vom Zufall abhängt. Diese Definition sei nach Angaben des Sportwissenschaftlers Mag. Martin Sturc absurd, denn in diesem Fall müsse der Sport Fußball auch als Glücksspiel eingeordnet werden.

In der Kritik steht außerdem auch die Definition von Glücksspiel als solche, da es kein anerkanntes Messverfahren gebe, um die Zufallskomponente bei Spielen prozentuell zu bestimmen. Nach Angaben von Mag. Martin Sturc würde damit per Zufall entschieden, bei welchen Games es sich tatsächlich um Glücksspiel handelt und welche Spiele als Geschicklichkeitsspiel eingeordnet werden können.

Skill Beats Luck – Der Geschicklichkeitsfaktor im Pokerspiel

Für den Sportwissenschaftler ist es ganz klar von besonderer Bedeutung, ob ein Spieler beim Poker Geschick beweist oder sich auf das Glück verlässt. Wer Geschick beim Pokerspiel mitbringt, der nimmt in diesem Spiel ganz klar eine Favoritenrolle ein. Erstmals wird diese Tatsache durch eine neue Methode diesen Geschicklichkeitsvorteil im Pokerspiel sichtbar zu machen aufgezeigt.

Die Untersuchungen wurden beim einfachen Pokerspiel unternommen, bei dem die Spieler nur eine einzige Entscheidung zu treffen hatten. Hierbei konnte aufgezeigt werden, dass ein geschickter Spieler aufgrund seiner gewählten Strategie eine Favoritenrolle von 65:35 einnehmen konnte. Im realen Pokerspiel sei dieser Wert sogar noch höher anzusetzen, so der Experte.