Die Konkurrenten Novomatic und die Stadtcasinos Baden AG hatten den Zuschlag für die drei Casinolizenzen erhalten. Grund genug für die Casinos Austria nun Beschwerde gegen die Bescheide einzureichen. Der Aufsichtsrat der Casinos Austria AG hat dem Vorstand um Karl Stoss nun die Erlaubnis erteilt, gegen die für die Casinos Austria negativen Bescheide vorzugehen und an dieser Stelle rechtliche Schritte einzuleiten.

Bei der Casinolizenzvergabe in Österreich gingen die Casinos Austria dieses Mal wider Erwarten leer aus. Den Zuschlag für den Wiener Prater und den Standort Bruch an der Leitha erhielt der Glücksspielkonzern Novomatic. Die Konzession für das Palais Schwarzenberg in Wien ging an das deutsch-schweizerische Konsortium Gauselmann/Stadtcasino Baden AG.

Durch den Vorstand der Casinos Austria rund um Karl Stoss soll es nun eine Anfechtung der Bescheide geben. Es seien Punkte festgelegt worden, gegen die die Casinos Austria nun rechtlich vorgehen wollen. Klar ist noch nicht, ob alle drei Casinobescheide angefechtet werden sollen, oder ob es sich um einzelne Bescheide handeln wird, gegen die das Glücksspielunternehmen vorgehen wird.

Casinoprojekte erst einmal auf Eis gelegt

Die Anfechtung durch die Casinos Austria bewirkt demnach im ersten Schritt, dass die Bescheide aufgeschoben werden. Dies bedeutet für die Lizenznehmer, dass die Projekte vorerst nicht realisiert werden können. Im Falle eines Casinobaus durch Novomatic oder die Stadtcasinos Baden und einer entsprechenden Veränderung der Bescheide, könnte es passieren, dass die Investition umsonst getätigt wurde und am Ende doch noch die Casinos Austria begünstigt werden.

Die Aufschiebende Wirkung könnte nur im Falle von triftigen Gründen wieder ausgehebelt werden. Hierzu müsste das Finanzministerium eine sorgfältige Begründung vorbringen, damit die Casinoprojekte gestartet werden und die Lizenznehmer in ihren Plänen nicht behindert werden würden.