Macau erlebte, nachdem die Stadt als portugiesische Kolonie an China zurückgegeben wurde, einen enormen Boom. Durch das Glücksspiel konnte in China, genauer gesagt in Macau, ein großer wirtschaftlicher Aufschwung gefeiert werden. Dies brachte natürlich gleichzeitig Korruption, illegale Geldgeschäfte und Bandentätigkeiten mit sich. Um dies zu unterbinden entschied die Politik nun eine Anti-Korruptions-Kampagne zu starten und damit gegen die illegalen Machenschaften in Macau vorzugehen.

Der Umsatzrückgang im Macau, der nach den Bilanzen nicht zu knapp ausfällt, ist für die Casinobetreiber besonders erschreckend. Nichtsdestotrotz liegen die Einnahmen der chinesischen Zockermetropole weiterhin weit über den Einnahmen von Las Vegas. Daher kann sogar jetzt noch davon geredet werden, dass die chinesische Glücksspielstadt Macau die Zockermetropole Las Vegas in Nevada abgelöst hat.

Die rückgehenden Einnahmen in Macau sind vor allem auf das Ausbleiben der VIP-Zocker zurückzuführen. Diese scheinen sich durch die Anti-Korruptionskampagne aus Peking unter Druck gesetzt zu fühlen und bleiben damit vermehrt aus. Die VIP-Gamer machten in Macau einen großen Teil des Glücksspielmarktes aus, dieser Teil scheint nun einfach verschwunden zu sein.

Macau als familienfreundliches Urlaubziel

Bisher war Macau vorrangig Urlaubsziel für Zocker, Standard-Spieler und reiche VIP-Spieler aus China. In Zukunft soll das Publikum in Macau jedoch ein anderes werden. Die Politiker erhoffen sich durch die Anti-Korruptions-Kampagne in Zukunft mehr Familien nach Macau zu locken und diese mit Unterhaltungsangeboten, Freizeitveranstaltungen, Shows und sportlichen Aktivitäten in die chinesische Glücksspielmetropole zu locken. Natürlich wird das Glücksspiel in Macau weiterhin Thema bleiben, aber ähnlich wie in Las Vegas sollen die Casinos ihre Angebote um Freizeitaktivitäten erweitern, um in Zukunft mehr Mittelschichtspieler und Urlauber nach Macau zu locken.