Laut des Glücksspielstaatsvertrages in Deutschland ist es verboten auf dem Weg über das Internet Glücksspiel und Wetten jeglicher Variationen für die deutsche Bevölkerung anzubieten. Es besteht ein Monopol auf Lotterie und Sportwetten und weitere Glücksspielangebote unterliegen strengen Kontrollen.

Der Hauptgrund für diese Regelungen liegt darin, dass die Bevölkerung vor ausufernder Spielsucht und vor allem auch der Suchtgefahr an sich geschützt werden sollen. Da das Online-Glücksspiel durch die steigende Beliebtheit immer mehr anwächst und sich über das Internet viral verbreitet, gibt es auch Anbieter die ihr Angebot für die Deutschen in Deutschland zugänglich machen. Die Betreiber dieser Angebotsseiten haben ihren Sitz zum Teil in Deutschland aber auch im Ausland. Egal wo sich der Firmensitz befindet, verbietet das Gesetz grundsätzlich das Angebot von Online-Glücksspiel in Deutschland.

Die Anbieter müssen nun mit einem harten Urteil rechnen, denn die Lotto-Toto GmbH hat beim Magdeburger Landgericht Anklage gegen betreffende Unternehmen erhoben. Insgesamt sind die Anklageschriften an 11 Firmen herausgegangen, die sowohl Sportwetten als auch andere Glücksspielvarianten wie Roulette im Internet angeboten haben. Auf die bereits gestellte Anklage folgte nun vor einigen Tage das Urteil: das Angebot von Online-Glücksspiel in Deutschland, egal in welcher Form, ist und bleibt verboten.

Die Urteile müssten bereits bei den Unternehmen eingegangen sein, die nun ihre Einkünfte offen darlegen sollen, damit errechnet werden kann, ob die Firmen Schadenersatz an die Lotto-Toto GmbH zu zahlen haben. Die Möglichkeit gegen das Urteil Berufung einzulegen gibt es für alle Unternehmen innerhalb von einem Monat nach Urteilseingang.

Die Deutschen Gesetze, die so reguliert sind, dass damit gegen die Spielsucht oder die Gefahr der Spielsucht vorgehen bzw. einen Riegel davor schieben kann, zeigen eindeutig auf, dass das Verbot des Online-Glücksspiel momentan noch verboten ist. Grundgesetz, EU Gesetz und Glücksspielstaatsvertrag sind in dieser Hinsicht ähnlich ausgerichtet.

Durch die Verstöße, die die Unternehmen mit ihrem Angebot begangen haben, müssen die Firmen eine hohe Strafe befürchten. Es kann sogar bis hin zu einer halbjährigen Haftstrafe reichen.