Aufgrund dieser Zahl und weiterer Statistiken ist deutlich bewiesen, dass auch die Spielsucht in den vergangenen Jahren enorm angestiegen ist. Die Sucht ist zu vergleichen mit einer Drogensucht, nur dass auch die Spielsucht sich besonders langsam einschleicht.

Erschreckend ist es, wie viel Kriminalität aus der Spielsucht resultieren kann. Studien zeigen auf, dass mehr spielsüchtige Menschen kriminell werden, um Geld für das Glücksspiel zu beschaffen, als Personen, die der Drogensucht unterliegen – ein erschreckendes Beispiel.

Die Zahlen in Bezug auf die Ausgaben für das Glücksspiel sind in den letzten Jahren etwa gleich geblieben. Einen Unterschied gibt es lediglich bei der Verteilung der Marktanteile, denn die Geldspielautomaten mit Gewinnmöglichkeit haben viel an Beliebtheit und eben auch an Anteilen dazu gewonnen. Der Bereich der Spielautomaten-Branche hat für das letzte Jahr einen fünfprozentigen Zuwachs zu verbuchen.

Dieses Wachstum ist jedoch gleichzeitig ein Gefahrensignal, denn Studien beweisen bereits seit längerem, dass die grö?te Gefahr der Spielsucht eben vom Automatenspiel ausgehe. Ein Gro?teil der Hilfesuchenden in den Suchtberatungsstellen ist dem Automatenspiel verfallen. In Zahlen ausgedrückt ist hier von etwa drei Vierteln die Rede.

Die Spielsucht ist weit verbreitet doch gleichzeitig nehmen auch immer mehr Personen, die Hilfe von sogenannten Suchtberatungsstellen in Anspruch. Das Alter der Betroffenen sinkt zudem immer weiter ab. Die Zielgruppe verändert sich und während früher vorrangig ältere Männer an den Spielautomaten vorzufinden waren, so spielen heute hauptsächlich Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Meist sind hier die männlichen Personen mehr betroffen.