Casinos in Berggebieten wurden im Vorfeld, noch vor der Casinoeröffnung, als sehr erfolgreich eingestuft. Es wurde davon ausgegangen, dass diese Casinos ganzjährig bei den Gästen sehr beliebt sein würden, daher wurde nach zu hohen Maßstäben geplant.

Die Quittung erhalten nun die Casinos selber, denn nur drei Monate im Jahr ist der Betrieb in den Bergcasinos so, wie er ganzjährig eingeschätzt wurde. Den Rest des Jahres gibt e zu viel Personal, für zu wenig Nachfrage. Dementsprechend ist der Spielbetrieb in manchen Orten unwirtschaftlich. Zu diesen Casinos gehören die in Davos und St. Moritz. Das Casino Interlaken hat selbst, nach anfänglichen Schwierigkeiten, das Ruder rumreißen können und arbeitet als Bergcasino sehr wirtschaftlich.

Probleme der Bergcasinos:

  • nur in der Hauptsaison lukrativ
  • Nebensaison zu viele Tischspiele mit Personal
  • Automatenspiel generell beliebter
  • Attraktivität der Casinos wurde überschätzt

Das Problem ist klar, die Casino Interlakenss funktionieren in der Hauptsaison gut, allerdings werden in der Nebensaison zu viele Tischspiele angeboten und daher gibt es in dieser Zeit zu viel Personal. Das zu ändern ist für die Casinos selbst nicht so leicht, allerdings ist es möglich, wenn der Bundesrat die Casinos unterstützt. Genau dieser Fall ist nun eingetroffen. Der Bundesrat wird den Bergcasinos erlauben, weniger Tischspiele mit Personal anzubieten. Konkret heißt das, dass das aktuelle Angebot nur in der Hauptsaison bestehen bleibt und das Tischspielangebot mit Personal in der Nebensaison verkleinert werden darf. In Bezug auf das Automatenspiel wird sich am Angebot nichts ändern.

Neue Regelung ab März 2017

Die neue Regelung soll bereits im März dieses Jahres in Kraft treten. Demnach ist es den Bergcasinos dann offiziell erlaubt, das Tischspielangebot in der Nebensaison zu reduzieren. Das Angebot wird vor allem den Bergcasinos Davos und St. Moritz helfen. Die Hilfe wird von dem Casino Interlaken nicht benötigt. Hier sprechen die Zahlen eine positive Sprache.

Der CEO des Casino Interlakens Oliver Grimm gibt jedoch an, dass auch hier anfängliche Schwierigkeiten aufgrund von Überschätzung auftraten. Das Casino konnte sich jedoch mit einem entsprechenden Angebot etablieren und ist bereits seit Jahren erfolgreich.