Dies gilt, anders als in anderen Bundesländern, auch für die Abstände zwischen Spielhallen und Spielbanken. Das Gesetz soll nun jedoch im Sinne der Spielbanken gelockert werden, denn die Landesregierung plant damit den Spielbanken die Möglichkeit zu bieten, sich auch in den Innenstädten anzusiedeln. Um diese Pläne der Landesregierung zu realisieren soll das Glücksspielstaatsvertragsausführungsgesetz entsprechend angepasst werden.

Der Vorschlag von Seiten der Regierung wurde im Landtag unterbreitet. Hier wurde deutlich gemacht, dass weniger im eigenen Interesse und viel mehr noch im Sinne der Spielbanken gehandelt werden sollte. Der Mindestabstand zwischen den Glücksspiel-Etablissements dient in erster Linie dem Spielerschutz. Es soll keine überansiedlung stattfinden, damit Spielsüchtige oder suchtgefährdete Spieler nicht die Möglichkeit haben, sobald sie aus einem Etablissement rauskommen, gleich in das nächste hinein zu fallen.

Dennoch hat die Regierung den Vorschlag unterbreitet, den Mindestabstand aufzuheben. Es sei sonst ungerecht gegenüber den Spielbanken, die bisher noch nicht über eine Innenstadtlage verfügen. Durch die Aufhebung des Gesetzes bzw. die Anpassung würde hier wieder mehr Gleichberechtigung für Spielbanken und Spielhallen geschaffen werden.

Es wurden bereits einige Spielbanken geschlossen, denn hier waren in den vergangenen Monaten die Konzessionen ausgelaufen und es wurden keine neuen beantragt. Zu den Spielbanken zählen zum Beispiel die Spielbanken in Schwerin und Warnemünde sowie die bevorstehenden Schließungen in Vorpommern, da hier die Konzessionen im nächsten Jahr auslaufen werden. Durch die Möglichkeit für die Spielbanken, sich künftig auch in der Innenstadt ansiedeln, würde die Attraktivität steigen und eventuell würden für die bereits geschlossenen Spielbanken neue Lizenzen in Verbindung mit einem Standortwechsel beantragt werden.

Bei der Unterbreitung des Gesetzesentwurfs wurde von Seiten der Regierung deutlich gemacht, dass der Spielerschutz weiterhin das erste Interesse bleiben würde, auch mit der Aufhebung des Mindestabstandes. Für Spieler, die gerade aus einer Spielhalle kommen, sei es keine Verlockung, als nächstes in eine nahe liegende Spielbank zu gehen, denn hier seien die Eintrittsbedingungen viel zu verschärft und so würden eben diese Spielsüchtigen gar keine Chance bekommen, in einer Spielbank weiter zu spielen, so zumindest die Aussage der Verantwortlichen.