In der Grenzstadt Lauterbach gibt es aktuell rund 35 Spielautomaten. Diese Spielautomaten scheinen einigen Personen ein Dorn im Auge zu sein. Die Stadt Völklingen unternimmt nun einen neuen Versuch, das Glücksspiel in Lauterbach zu bekämpfen. Hierbei geht es vor allem um die Vermeidung der Ansiedlung weiterer Spielhallen. Eine Veränderungssperre soll das Ausufern des Glücksspiels verhindern, indem Neuansiedlungen nicht mehr möglich gemacht werden.  Zudem sollen Gesetzeslücken gestopft werden, was mit Hilfe eines neuen Bebauungsplans möglich gemacht werden soll.

Was die Stadt Völklingen geplant hat:

  • Aufstellung eines Bebauungsplans „Ortslage Lauterbach
  • Erlass einer Veränderungssperre
  • keine Neuansiedlung von Betrieben mit Spielautomaten in Lauterbach
  • Bestandsschutz für die bestehende Glücksspielszene vor Ort

In Lauterbach funktioniert das Glücksspielangebot sehr gut. Als Grund hierfür wird auch die Grenznähe zu Frankreich gesehen. Die Etablissements vor Ort haben ihr Angebot auf die Wünsche der französischen Gäste ausgelegt und sind damit erfolgreich. An der Hauptstraße liegen die Glücksspieletablissements dicht beieinander. Während die französischen Gäste das Angebot gut und gerne nutzen, stößt das ausufernde Glücksspielangebot bei der Stadt sauer auf.

Schließung einer Gesetzeslücke

Mit den neuen Plänen des Stadtrats soll gegen die weitere Ausuferung des Glücksspiels in Lauterbach vorgegangen werden. Es ist die Rede davon, dass mit dem Bebauungsplan eine Gesetzeslücke geschlossen werden soll. Bisher galt lediglich das saarländische Spielhallengesetz vor Ort, welches unter anderem einen 500 Meter Mindestabstand zwischen Glücksspieleinrichtungen vorsieht. Die Gesetzeslücke wurde in der Vergangenheit von den Betreibern ausgenutzt, indem statt reinen Spielhallen Gaststätten beantragt wurden, die nach dem Gesetz maximal drei Spielgeräte beherbergen dürfen. Mit dem neuen Bebauungsplan soll dies in Zukunft verhindert werden.