Zu verdanken haben die Betreiber des Casinos dies wohl in erster Linie den Spielern, die offensichtlich, seit die Zahlungsmöglichkeit mit Kreditkarte vor Ort eingeführt wurde, wieder eifrig auf das eigene Glück zu setzen scheinen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im vergangenen Jahr rund 550.000 Euro mehr Spielbankenabgaben in den Gemeindesack geschoben. Der Auftrieb kommt genau richtig, denn nun steht im März die Kommunalwahl vor Ort an.

Der Umsatzrückgang der Spielbank Wiessee hat nun ein Ende. Seit Beginn des letzten Jahres habe die Entwicklung laut Bürgermeister Höß eine positive Wendung genommen und die Spielbank erwirtschaftete im letzten Jahr bereits ein Plus. Höß gehe von einem anhaltenden, positiven Trend aus und hoffe darauf, dass die Entwicklung sich weiterhin in eine positive Richtung richtet, dies würde sowohl der Region als auch der Spielbank selber zu Gute kommen.

Seit dem Jahr 2007 musste die Spielbank harte Rückschläge hinnehmen. Die Einnahmen sowie die Besucherzahlen schrumpften, Gründe hierfür wurden unter Anderem in dem 2007 eingeführten Rauchverbot gesehen. Doch nicht nur für die Spielbank bedeuteten die sinkenden Umsätze harte Verluste, auch die Stadt selbst musste so bis zum Jahr 2012 Umsatzeinbußen von fast 50 Prozent hinnehmen. Dies wirkte sich im Rathaus, im Bauhof, in der Tourist- Information, im Badepark und im Jod-Schwefelbad negativ aus. Die Schulden in Höhe von 38 Millionen Euro konnten bisher nur sehr langsam getilgt werden.

Der jetzige Aufschwung der Spielbank stimmt natürlich alle Beteiligten positiv. Höß selber sieht den Grund für den Aufschwung in der Akzeptanz von Kreditkarten als Zahlungsmethode im Casino. Während gerade High Roller vorher durch das Limit am Geldautomaten ausblieben kommen diese laut Bürgermeister heute wieder gerne in die Spielbank Wiessee und so steigen auch die Umsätze des Casinos.