Hier soll sich die Besteuerungsgrundlage ändern, was deutliche Auswirkungen auf die Geschäfte der Betreiber haben wird. Auch für die Stadt Balingen wird eine Veränderung zu merken sein, denn durch die Veränderung des Steuersatzes sollen mehr Gelder in die Stadtkassen fließen.

Schon jetzt, vor der geplanten Veränderung, ist die Vergnügungssteuersatzung in Balingen sehr hoch. Nach der Satzung müssen die Betreiber bisher für Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit eine monatliche Pauschale bezahlen. In Gaststätten kostet die Aufstellung eines Geldspielgeräts die Betreiber im Monat 100 Euro pro Gerät, in Spielhallen wird eine Summe in Höhe von 300 Euro pro Gerät und pro Monat veranschlagt.

Mit der Veränderung der Vergnügungssteuersatzung soll jedoch die pauschale Versteuerung in Balingen abgeschafft werden. Die Steuern sollen in Zukunft abhängig von der Nutzung der Spielgeräte erhoben werden. Wird ein Spielautomat also häufiger genutzt, werden für dieses Gerät mehr Steuern erhoben als für Geräte, die weniger genutzt werden.

Besteuerung des Spieleinsatzes

In Zukunft soll es keinen pauschalen Betrag mehr geben, der von Seiten der Betreiber entrichtet werden soll. Darüber hinaus soll bei der direkten Besteuerung nicht mehr danach entschieden werden, wo das Geldspielgerät aufgestellt ist. Dies könnte bedeuten, dass in Zukunft der Spieleinsatz als Grundlage für die Besteuerung angerechnet wird. Durch den Auslesestreifen der Spielgeräte kann der Spieleinsatz ermittelt werden, hierauf könnte zum Beispiel ein dreiprozentiger Steuersatz veranschlagt werden.

Je nach Nutzung des Geräts würde die Besteuerung dadurch höher oder niedriger ausfallen. Zudem könnte zukünftig ein Mindeststeuersatz eingeführt werden, der auch dann gültig ist, wenn ein Gerät weniger genutzt wird. Für die Stadt könnte dies bedeuten, dass sich die bereits hohen Einnahmen aus dem Glücksspiel in Zukunft nahezu verdoppeln könnten.