Ziel soll es sein mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag das Glücksspiel in geordnete Bahnen zu lenken. Dies bedeutet wiederum, dass den Spielern langfristig legale und gleichzeitig interessante Angebote im Bereich des Glücksspiels präsentiert werden sollen, um diese von den illegalen Angeboten im Internet fernzuhalten.

Um diese Ziele erreichen zu können hat man nun strengere rechtliche Regelungen eingeführt, um so auch die Spieler vor der gefährlichen Spielsucht schützen zu können. Die Regelungen betreffen vor allem auch die Spielhallen, der in vielen Ländern ein hoher Risikofaktor für Spielsucht zugeschrieben wird. Das Verbot von Mehrfachkonzessionen und Mindestabstände zwischen den Etablissements sollen auf diesem Markt in Zukunft aufräumen.

Doch nicht nur die Spielhallen sind in Zukunft betroffen, auch in den Spielbanken sollen änderungen eingeführt werden. Studien zufolge geht eine besonders hohe Suchtgefahr von Spielautomaten aus. Aus diesen Gründen sollen diese nun auch in den Spielbanken verboten werden. Gleichzeitig soll es verkürzte öffnungszeiten geben, so dass die entsprechenden Einrichtungen in der Nacht etwa fünf Stunden geschlossen werden sollen.

Neben strengeren rechtlichen Vorgaben soll es auch Lockerungen geben. So ist eine Liberalisierung des Sportwettenmarkts vorgesehen. Festgelegt wurde eine Vergabe von erst einmal 20 Konzessionen für private Sportwettenanbieter. Gleichbleibend ist das staatliche Monopol der Lotterien, bei dem keine änderungen eingeführt werden sollen.