Im Harz sind die Privatbetreiber von Spielhallen völlig aus dem Häuschen, denn die Bundesländer möchten gravierende Kriterien einführen. Aufgrund dessen rechnet diese Industrie nun mit der Stilllegung von Spielstätten.

Auch dem Marktführer aus Espelkamp, der ein großes Unternehmen mit einer Spielhalle besitzt, welche sich in Goslar befindet, hat Angst vor diesen Änderungen und prophezeit, dass eine Menge Klagen kommen werden.

Sein Sprecher sieht dieses Vorhaben als eine Art Beschlagnahmung an, so etwas habe es in der Bundesrepublik noch nie gegeben. Er gehört zum Stadtverband der CDU in Goslar und sitzt im Landesvorstand von Braunschweig.

Er ist der Meinung, dass die ganze Branche Einbußen befürchten muss. Viele Arbeitsplätze werden dadurch riskiert. Diese Industrie hat auch im Umkreis von Goslar Fuß gefasst, denn nur in der Stadt gibt es Anbieter mit 22 Spielhallen, hier finden sich auch Kleinbetriebe und Ketten.

Die Stadtverwaltung in Bad Harzburg kann vier Spielhallen auf diesem Areal verzeichnen. Wenn die ängste Wirklichkeit werden, dann wird die Zahl der Spielhallen spürbar sinken.

Die Länder sind in der Bundesrepublik für Glücksspiel zuständig und sie kümmern sich um die Neuerungen des Glücksspielvertrags. Man zieht Sperrzeiten jeden Tag und Restriktionen in Sachen Werbung in Erwägung und zudem will man, dass die Spielhallen nach einer Testphase von fünf Jahren keine Zulassung mehr haben.

Der Konzernchef ist der Ansicht, dass von den über 10.000 Zulassungen die Hälfte aufgrund der neuen Strukturierungen nicht mehr vorhanden sein wird.