Von nun an müsse er mit allem rechnen, sagte der Mitarbeiter Sven Tuchler nach dem Vorfall. Seit Tagen habe er nun Angst zur Arbeit zu gehen und während seiner Dienstzeit könne er seine Augen nicht von den überwachungsmonitoren lassen. Der überfall auf die Spielhalle hat einen Schock bei dem Mitarbeiter ausgelöst, der diesen wohl erst einmal verarbeiten muss.

Täter werden immer dreister

Auch wenn der Angestellte Sven Tuchler für gewöhnlich in der Frühschicht im Casino arbeitet, so gibt er dennoch an, dass er Angst habe, dass die Räuber auch vor dem Tageslicht nicht zurückschrecken. In der Umgebung gab es bereits einige Vorfälle dieser Art und der Mitarbeiter gibt an, dass dir Täter immer dreister werden. Er fühle sich an seinem Arbeitsplatz nicht sicher und befürchte, dass auch er in Zukunft in einen solchen Vorfall verwickelt werden könnte.

Der überfall in dem Spielcasino im Stadtteil Blume ereignete sich in einer Nacht von Freitag auf Samstag. Dennoch ist der Angestellte Tuchler heute auf alles vorbereitet, auch wenn er am Tage arbeitet. Er habe nach eigenen Angaben sein Mobiltelefon von nun an immer griffbereit, um in einer prekären Situation schnell Hilfe rufen zu können.

Durch verschiedene überfälle in der Gegend wird Tuchler nicht der einzige sein, der schlimme Befürchtungen hat. Die Intervalle zwischen den überfällen werden nach Angaben des Mitarbeiters immer enger. Wenn die Polizei die Täter nicht bald fassen kann, dann wird die Angst bei den Angestellten in der Region weiterhin steigen, so Tuchler. Der Angestellte des Casinos befürchtet, dass es bei der überfallserie in Zukunft durchaus zu einer Eskalation kommen könnte.

Bisher wurde niemand ernsthaft verletzt, doch dass dies in Zukunft passieren könnte sei nach Angaben Tuchlers nicht auszuschließen. Nicht nur der Casinomitarbeiter ist von Angst geprägt, auch die Bewohner und Angestellten in der Umgebung befürchten das Schlimmste. Es seien zu viele Überfälle innerhalb kürzester Zeit gewesen, so ein Anwohner, sodass dieser nun in den Nächsten besonders darauf achte, ob auch wirklich alle Fenster und Türen zu Hause geschlossen seien.