Kritik aus Hessen

Kritik aus Hessen

Die Glücksspielregulierung in Deutschland sorgt aktuell wieder für zahlreiche Diskussionen. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben erst vor wenigen Tagen die zweite Fassung des Glücksspieländerungsstaatsvertrags unterzeichnet. Trotzdem die Bundesländer zugestimmt haben, gibt es aus einigen Regionen scharfe Kritik. So äußert sich auch Hessen sehr kritisch gegenüber der aktuellen Glücksspielregulierung.

Glücksspielstaatsvertrag ist umstritten

Nachdem einige Bundesländer eine komplette Neuregulierung für sinnvoll gehalten hatten, gab es nun lediglich minimale Änderungen in Bezug auf die Gesetzgebung. Kein Wunder also, dass einige Bundesländer der neuen Fassung des Glücksspielstaatsvertrags kritisch gegenüberstehen.

Was wurde beschlossen?

  • unbegrenzte Anzahl an Lizenzen für private Sportwettenanbieter
  • Bestehenbleiben des Lotto Monopols in Deutschland
  • Verbot von Online-Glücksspiel und Online Poker

Versagen der Länder

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) spricht von Ahnungslosigkeit bei der Lottogesellschaft. Das Bestehenbleiben des Lottomonopols wird nicht für Zufriedenheit sorgen, so Beuth. Dieser hatte vorgeschlagen, das staatliche Glücksspielmonopol minimalinvasiv zu lockern. Mit diesem Vorschlag stieß er jedoch nicht auf Zustimmung. Eine Teilöffnung und Regulierung des staatlichen Glücksspielmonopols scheint für die Geschäftsführerin der Lottogesellschaft in Baden-Württemberg, Marion Caspers-Merk, nicht in Frage zu kommen.

Auch der Deutsche Sportwettenverband reagierte kritisch. Die Ideen, die von Seiten des Lotto-Blocks genannt wurden, zeugen sowohl von Ahnungslosigkeit als auch von ausschließlichem Eigeninteresse. Nach Meinung von Mathias Dahms, dem Präsidenten des Deutschen Sportwettenverbandes, haben die Länder an dieser Stelle eindeutig versagt.

Eine Schrottpresse im Kampf gegen illegales Glücksspiel

Eine Schrottpresse im Kampf gegen illegales Glücksspiel

Der Kampf gegen das illegale Glücksspiel hält weiterhin an. In Innsbruck greift man nun immer härter durch. Während im Vorfeld bereits zahlreiche Kontrollen durchgeführt und illegale Spielgeräte beschlagnahmt wurden, geht man hier nun drastischer vor. Erstmalig ist im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das illegale Glücksspiel nun eine Schrottpresse zum Einsatz gekommen.

Vernichtung illegaler Glücksspielgeräte

In Tirol wurden in diesen Tagen die ersten 15 Glücksspielautomaten durch eine Schrottpresse vernichtet. Dies war erst der Anfang, so die Aussage der Behörden, denn weitere 30 Spielgeräte sollen als nächstes zerstört werden. Für die Zerstörung der illegalen Glücksspielautomaten wurde ein Haller Metall-Entsorgungsunternehmen beauftragt. Die Schrottpresse zerlegte die Spielautomaten in ihre Einzelteile.

Vorgehensweise in mehreren Phasen

In Tirol ist der Kampf gegen das illegale Glücksspiel bereits geraume Zeit ein Thema. Für die Behörden gibt es hier eine vorgegebene Vorgehensweise, wie der Kampf gegen das illegale Glücksspiel durchgeführt werden sollte.

Vorgehensweise der Behörden:

  1. Überprüfung durch Behörden, ob illegales Glücksspiel in einem Lokal angeboten wird
  2. im Fall von illegalem Glücksspielangebot gibt es eine Verwarnung durch das Strafamt der Polizei
  3. erneute Überprüfung des gleichen Lokals mit Hilfe der Finanzpolizei
  4. Beschlagnahmung illegaler Spielgeräte

Tricks der Betreiber sind den Behörden bekannt

Die Vorgehensweise der Behörden ist jedoch auch den Betreibern entsprechender Glücksspieletablissements bekannt. Diese versuchen natürlich zu verhindern, dass entsprechende Spielgeräte gefunden werden. Hierzu benutzen die Betreiber eine Fernbedienung, um die Geräte bei einer unangekündigten Kontrolle durch die Behörden schnell ausschalten zu können.

Die Polizei und die Finanzpolizei kennen sich jedoch mit entsprechenden Tricks aus und daher werden die illegalen Spielgeräte meist doch entdeckt und beschlagnahmt. Ein Zeichen für den Betrieb entsprechender Geräte ist das gefüllte Geldfach. Bei der Beschlagnahmung der Spielautomaten wird auch das Geld in eben diesen Geräten beschlagnahmt. Wenn die Spielgeräte tatsächlich illegal betrieben wurden, geht das Geld aus den Geräten in das Staatseigentum über.

Verbot von Online-Poker und Live-Sportwetten in Australien

Verbot von Online-Poker und Live-Sportwetten in Australien

In wenigen Monaten könnten Online-Poker und Live-Sportwetten in Australien bereits verboten sein. Der Grund hierfür: Änderungen an den australischen Glücksspielgesetzen durch das australische Parlament. Die Gesetzesänderungen sind bereits beschlossene Sache, die Zustimmung des australischen Unterhauses ist hierbei eine reine Formalität. Geregelt wurde die Gesetzesänderung über die „Interactive Gambling Amendment Bill 2016“, Wirkung wird diese dann final in einigen Monaten zeigen.

Pokeranbieter ziehen sich aus Australien zurück

Schon zu Beginn des Jahres 2017 hat der Pokeranbieter 888 Holdings den Rückzug vom australischen Markt aufgrund bevorstehender Gesetzesänderungen angekündigt. Nun da das Poker-Verbot nahezu beschlossene Sache ist, werden weitere Pokeranbieter folgen. Ob ein generelles Verbot die beste Methode ist, um das Online-Glücksspiel einzudämmen, bleibt weiterhin viel diskutiert. In Australien sollte im Jahr 2001 bereits eine Einschränkung des Online-Glücksspiels durchgesetzt werden. Die entsprechende Gesetzgebung bot allerdings zu viele Schlupflöcher und das Online-Angebot florierte weiterhin.

Verbot als wirkungsvolles Mittel?

Nicht nur in Australien, sondern auch in anderen Ländern, muss man sich in Bezug auf das Online-Glücksspiel die Frage stellen, ob Verbote tatsächlich eine wirkungsvolle Methode sind, um Glücksspiele einzuschränken. Die Poker-Community in Australien ist sehr groß. Neben den Online-Angeboten können australische Pokerfans in Casinos oder bei Turnieren pokern. Trotz des Verbots von Online-Poker wird für die Zukunft davon ausgegangen, dass es auch weiterhin genug Online-Poker-Angebote für die australischen Pokerfans geben wird.

Hierbei darf nicht vergessen werden, dass Online-Glücksspiel in der heutigen Zeit sehr beliebt sind. Vieles im Bereich der Glücksspiel-Community spielt sich heute online ab. Ein generelles Verbot wird daher nicht den gewünschten Erfolg erzielen. In der Vergangenheit wurde bereits deutlich, dass Anbieter sowie Spieler ausreichend Schlupfwinkel finden können, um dem Poker- bzw. Glücksspielvergnügen online nachzugehen.

Schüsse auf dem Las Vegas Strip – Glücksspielmetropole in Aufruhr

Schüsse auf dem Las Vegas Strip – Glücksspielmetropole in Aufruhr

Die Glücksspielmetropole Las Vegas ist ein beliebtes Urlaubsziel für viele Casinofreunde. Die Wüstenstadt inmitten der Wüste Nevadas lockt Besucher an, die Spiel, Spaß und Abwechslung wünschen. Am Samstag, den 25.03.2017 war die ganze Stadt in Aufruhr, nicht jedoch wegen eines einzigartigen Events, sondern aufgrund von Schüssen, die auf dem Las Vegas Strip abgefeuert wurden.

Las Vegas Strip gesperrt

Polizei und Einsatzkräfte mussten an diesem Samstag den beliebten Las Vegas Strip sperren. Die Verbindungsstraße zwischen den Casinos ist die Hauptattraktion der Zockermetropole. Die ganze Stadt war jedoch an diesem Tag in Aufruhr, denn auf dem Las Vegas Strip wurden Schüsse abgefeuert. Der Täter hatte sich in einem Bus verschanzt und aus diesem Schüsse abgefeuert. Bei dem Attentat gab es mindestens einen Toten und mehrere Verletzte. Die Polizei versuchte die Situation unter Kontrolle zu bekommen, sperrte die Vergnügungsstraße ab und meldete, dass die Bewohner und Urlauber das Viertel meiden sollten.

Verhandlungen mit Todesschützen

Der Schütze, der verantwortlich für die Aufruhr in der Glücksspielmetropole war, hatte sich in einem weißen, doppelstöckigen Bus verschanzt. Die Schüsse sollen laut Medienberichten innerhalb des Busses gefallen sein. Die Polizei hatte den Bus umringt und von außen Verhandlungen mit dem Täter geführt. Bisher wurden noch keine Hintergründe der Tat deutlich. Es ist auch unklar, ob die Schüsse in dem Bus im Zusammenhang mit einem am gleichen Tag durchgeführten Raubüberfall im Bellagio Hotel stehen. Einzelheiten zu den Verletzten und weiteren Folgen des Anschlags, sind bisher noch nicht bekannt.

Weniger Spielhallen in Norddeutschland

Weniger Spielhallen in Norddeutschland

In ganz Deutschland wird es für die Spielhallen zum Sommer hin eng. Hier ist auch der Nordosten des Landes betroffen. Die Übergangsfrist für die Spielhallengesetzgebung läuft im Juli 2017 aus. Für einige Spielhallen bedeutet dies, dass diese bald schließen müssen. Welche es treffen wird ist bisher noch nicht ganz klar.

Neues Glücksspielgesetz mit härteren Auflagen

Die Gesetzgebung für Spielhallen wird verschärft, in ganz Deutschland. Auch im Nordosten des Landes werden Betreiber dies zu spüren zu bekommen.

In den neuen Auflagen sind folgende enthalten:

  • Mindestabstände zu Schulen
  • Mindestabstände zwischen Spielhallen
  • maximale Anzahl an Spielgeräten pro Etablissement
  • Verbot von Mehrfachkonzessionen

Das Enden der Übergangsfrist ist eigentlich keine Überraschung und doch keimt die Angst bei den Spielhallenbetreibern erst jetzt auf. Bereits vor einigen Jahren wurde die neue Gesetzgebung publiziert und es war absehbar, dass die neuen Auflagen zum Juli des Jahres 2017 umgesetzt werden sollen. Die Spielhallenbetreiber sehen nun die eigene Existenz gefährdet. Etwa 70 Prozent der bestehenden Spielhallen erfüllen die Kriterien nicht. Die Folge daraus ist die drohende Schließung entsprechender Glücksspieletablissements.

Spielhallenschließungen und ihre Folgen

Neben der Existenzgefährdung, die einige Betreiber auf sich zukommen sehen, können die Schließungen von Spielhallen weitere negative Folgen mit sich bringen. Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern durch bevorstehende Schließungen etwa 1.000 Arbeitsplätze gefährdet. Trotzdem die Übergangsfrist in wenigen Monaten abläuft, hoffen die Betreiber weiterhin auf Ausnahmeregelungen. Ausnahmen sind nach bestimmten Härtefallregelungen möglich. Sobald eine Spielhalle als Härtefall abgesegnet wird, bekommt der entsprechende Betreiber weitere Zeit eingeräumt. In solchen Fällen wird die Übergangsfrist um weitere fünf Jahre verlängert. Zu beachten gilt hierbei jedoch, dass Härtefälle nur als Ausnahmen eingesetzt werden sollen.