Konzept des Instituts Glücksspiel & Abhängigkeit angenommen

Konzept des Instituts Glücksspiel & Abhängigkeit angenommen

Für das Institut Glücksspiel & Abhängigkeit konnte in diesen Tagen ein Erfolg verbucht werden. Das Institut hatte ein Sportwetten-Schulungskonzept in Wien bei der MA36 eingereicht. Hierbei ging es vor allem um die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit Spiel- und Wettsucht. Die Behörde hat das Konzept begutachtet und nun bereits mitgeteilt, dass es angenommen wurde. Das Angebot des Instituts soll nun bereits zeitnah zur Verfügung gestellt werden.

Für die Eröffnung von Wettshops in Wien ist es für die Betreiber verpflichtend, dass die Mitarbeiter der Etablissements im Vorfeld eine Schulung durchlaufen. Damit soll den Mitarbeitern nahe gebracht werden, wie sie kompetent mit spielsuchtgefährdeten Personen umgehen sollen. Bei der Antragstellung beim Wiener MA36 hatten sich zahlreiche Antragsteller bereits im Vorfeld an das Institut Glücksspiel & Abhängigkeit gewendet. Das Institut wurde von den Antragstellern beauftragt, ein Schulungskonzept zu erstellen. Dieses Konzept wurde nun durch den Wiener MA36 abgesegnet.

Kostengünstiges Schulungsangebot

Das Institut Glücksspiel & Abhängigkeit hatte bereits in der Vergangenheit entsprechende Schulungskonzepte geschrieben. Das Institut ist Schulungsanbieter, nicht nur in Österreich, sondern auch in allen deutschen Bundesländern. In Österreich allerdings ist das Institut das einzige, welches über Zulassungen für Spielerschutzschulungen verfügt.

Das neue Konzept, welches durch den MA36 abgesegnet wurde, soll nun zeitnah dem Markt zur Verfügung gestellt werden. In Wien sollen dann alsbald die Spielerschutzschulungen für die Mitarbeiter der Wettshops durchgeführt werden. Geplant ist es, dass bei der Einführung besonders kostengünstige Schulungsangebote präsentiert werden sollen.

Hoffnung und Angst in Hessen – Spielhallenbetreiber sind unsicher

Hoffnung und Angst in Hessen – Spielhallenbetreiber sind unsicher

Das Spielhallengesetz in Hessen sorgt für Unruhe. Die Gesetzgebung soll ab Juli Gültigkeit erlangen. Bei vielen Betreibern von Spielhallen sorgt das geplante Gesetz für Angst um die eigene Existenz. Die ganze Branche sieht rot und befürchtet das Schlimmste: den Tod für die Spielhallenbranche. Ist der Existenzverlust tatsächlich mit der Bekämpfung der Spielsucht zu rechtfertigen?

Gesetzesänderungen, die für Angst bei den Betreibern sorgen:

  • Mindestabstand von 300 Metern zwischen zwei Spielhallen
  • Verbot von Mehrfachkonzessionen

Die Gesetzgebung soll nun, nach einer Übergangfrist von fünf Jahren, in Kraft treten. Betreiber gehen davon aus, dass etwa zwei Drittel der Spielhallen in Hessen aufgrund der Gesetzgebung schließen müssen. Fakt ist nämlich, wenn die Betreiber mit ihren Spielhallen die Vorrausetzungen nicht erfüllen, dann müssen sie geschlossen werden. Bisher ist noch nicht klar, wie letztendlich entschieden werden soll, welche Spielhallen bestehen bleiben dürfen. Befinden sich mehrere Spielhallen im Umkreis von 300 Metern, dann dürfte nur eine von diesen Spielhallen bestehen bleiben, doch wie wird entschieden, welches dies sein wird. Aktuell ist im Gespräch, dass die Entscheidung darüber mit Hilfe des Losverfahrens gefällt werden soll. So wird um die Existenz zahlreicher Betreiber gepokert, ist dies die richtige Herangehensweise im Kampf gegen Glücksspiel?

Trotzdem noch Hoffnung?

Während die meisten Betreiber Angst haben, sich beschweren und mit Klagen drohen, gibt es auf der anderen Seite für viele Betreiber trotzdem noch Hoffnung. Jeder Betreiber hofft wohl insgeheim auf eine Ausnahmegenehmigung. Gleichzeitig gibt es auch noch Hoffnung, dass mit der Musterklage gegen das Vorgehen etwas erreicht werden kann. Die legalen Betreiber sorgen seit Jahren vermehrt dafür, mehr für den Spielerschutz zu tun. Wenn nun alle Betriebe geschlossen werden müssten, dann würde nach Angaben der Betreiber nicht weniger Spielsucht vorherrschen, sondern ganz im Gegenteil. Es droht die Gefahr, dass durch die Bekämpfung des legalen Glücksspiels das illegale Glücksspiel sich vermehrt durchsetzen wird.

Quotenfehler bei Cashpoint – kein Gewinn für Spieler

Quotenfehler bei Cashpoint – kein Gewinn für Spieler

Vor Gericht ging es Anfang Januar um einen Quotenfehler bei Cashpoint, der im September 2015 stattfand und offensichtlich noch heute für Ärger bei den Spielern sorgt. Spieler versuchten vermeintliche Gewinne vor Gericht einzuklagen, allerdings ohne Erfolg, wie in diesen Tagen von Seiten des Gerichts entschieden wurde.

Der Fall um den Quotenfehler bei Cashpoint:

  • abgeschlossene Sportwetten am 19. September 2015 in einem Heidenheimer Wettbüro an der Bahnhofstraße
  • es wurde auf den Anstoß der UD Levante beim Fußballspiel gegen den FC Barcelona in der spanischen Primera Divison gewettet
  • es gab eine ungewöhnliche Quote von 19
  • Levante hatte Anstoß und der Kläger Vito Marino erzielte so laut Wettschein mit seinem Einsatz in Höhe von 50 Euro einen Gewinn in Höhe von 960,20 Euro
  • Betreiber des Heidenheimer Wettbüros, Daniel Speyer, zahlte den Gewinn nicht aus
  • Wetten werden von der Firma Cashpoint, die ihren Sitz auf Malta hat, angeboten

Vito Marino erhielt den Gewinn an diesem Tag im Wettbüro nicht, was er zum Anlass nahm, um mit einer Klage dagegen vorzugehen. Beklagt wurde das Unternehmen Cashpoint, durch welches die Wetten angeboten wurden. Daniel Speyer, der Betreiber des besagten Wettbüros, war auch als Zeuge vor Gericht geladen.

Dieser berichtete bei seiner Aussage davon, dass er aufgrund der ungewöhnlichen Quote bereits vor Spielanpfiff mit dem Chefbuchmacher von Cashpoint telefoniert hatte, welcher ihm mitteilte, dass es sich tatsächlich um einen Quotenfehler handelte. Die Wette wurde daher noch vor dem Anstoß von Seiten des Buchmachers als nicht gültig erklärt. Diesen Hinweis gab Speyer an die Spieler im Wettbüro weiter, so die Aussage des Betreibers.

Kein Gewinn für den Kläger

Trotzdem also nach Aussage des Betreibers angekündigt war, dass die Wette aufgrund des Quotenfehlers nicht gültig sei, pochten die Spieler, so auch Marino, auf die Auszahlung des Gewinns, der nach dem Spiel noch immer entsprechend angezeigt wurde. Der Betreiber weigerte sich. Die Diskussionen endeten für Marino mit einem Hausverbot im Wettbüro.

Vor Gericht wollte der Spieler sich nun seinen Gewinn zurückholen – leider ohne Erfolg. Das Gericht entschied, dass Cashpoint lediglich den Wetteinsatz des Spielers in Höhe von 50 Euro zurückzahlen müsse. Vor Gericht wurde sich neben dem Streit um den vermeintlichen Gewinn zudem über den Betrieb des Wettbüros gestritten. Spieler gaben an, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim Einsatz der ungültigen Wette nicht zu sehen gewesen seien, was der Betreiber Speyer jedoch abstritt.

Illegales Glücksspiel Baden-Württemberg – früher, heute und in Zukunft

Illegales Glücksspiel Baden-Württemberg – früher, heute und in Zukunft

Seit einigen Wochen nun ist das illegale Glücksspiel in Baden-Württemberg ein immer mehr diskutiertes Thema. Grund dafür sind die bereits umgesetzten und die geplanten Regulierungen des Bundeslandes. Einige Fragen sind bis heute noch ungeklärt, obwohl die strenger werdende Gesetzgebung mancherorts sogar bereits umgesetzt wurde.

An einem runden Tisch sollen diese Fragen nun geklärt werden und Michael Mühleck, 1. Vorsitzender des Automaten-Verbandes Baden-Württemberg, Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft, und Simone Storch, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Automatenunternehmer stehen der Presse im Hotel Le Méridien Rede und Antwort.

Von Seiten der Redner wurde vor allem die Position der Verbände deutlich gemacht werden. Generell scheint das illegale Glücksspiel in Baden-Württemberg immer präsenter zu werden. Während die Regulierung des Bundeslandes dafür sorgt, dass die legalen Anbieter die Regelungen befolgen, den Spielerschutz berücksichtigen und Prävention heute immer größer geschrieben wird, floriert nebenher das illegale Glücksspiel. Dies kann nicht das Ziel der Glücksspielregulierung sein.

Kampf gegen illegales statt gegen legales Glücksspiel

Die Verbände machen vor allem deutlich, dass der Spielerschutz und der Jugendschutz vor allem durch technische Lösungen verbessert werden können. Die aktuelle Situation der legalen Spielhallen zeigt deutlich auf, dass erste Schritte in diese Richtung bereits umgesetzt wurden. Hier gibt es noch weitere Möglichkeiten, so Mühleck, der gleichzeitig davor warnt, dass durch die Androhung des Konzessionsverlusts für legale Spielhallen, mehr und mehr illegale Glücksspielangebote in Form von konzessionslosen Automaten und Glücksspielangeboten in Hinterzimmern präsentiert werden.

Hier müsste der Fokus anders gesetzt werden, so die deutliche Aussage von Seiten der Verbände. Der aktuelle Regulierungsansatz würde sich in erster Linie nach quantitativen Kriterien ausrichten, dabei sei es nach Meinung der Verbände viel wichtiger, die qualitativen Kriterien zu berücksichtigen. Die Verbände planen diesbezüglich in den kommenden Wochen eine Qualitätsoffensive landesweit durchzusetzen.

Erfolgreiche Razzien in Berlin Mitte

Erfolgreiche Razzien in Berlin Mitte

In diesen Tagen wurde von der Berliner Polizei Erfolg bei den unangekündigten Razzien in Berlin Mitte verkündet. Im Detail wurden im Stadtteil Gesundbrunnen Spielhallen, Bars und Wettbüros kontrolliert. Erfolg verbuchte die Polizei hierbei deshalb, weil bei den Kontrollen Diebesgut und Drogen beschlagnahmt werden konnten, ebenso wie Spielautomaten durch die Beamten versiegelt werden konnten.

Razzien wie diese zeigen, dass es auch heute noch Etablissements gibt, wo zum einen illegales Glücksspiel angeboten wird und zum anderen Kriminalität zu Hause ist. Wenn die Polizei, wie in diesem Fall, mit den Kontrollen erfolgreich ist, gibt es Hoffnung, dass die Illegalität, die Kriminalität und ähnliche Machenschaften in Verbindung mit dem Glücksspiel langfristig bekämpft werden können.

Aufgedeckte Verstöße bei den Kontrollen in Mitte:

  • Beschlagnahmung von Drogen und gestohlenem Schmuck
  • Sicherstellung von insgesamt 13 gestohlen gemeldeten Mobiltelefonen
  • Versiegelung von 19 Geldspielgeräten ohne Aufstellgenehmigung
  • Einleitung von fünf Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz
  • Einleitung von drei Verfahren wegen Hehlerei
  • insgesamt 49 Verstöße gegen Vorschriften des Gaststätten- und Lebensmittelrechts
  • fehlende Aufsteller und Hinweistafeln sowie mangelhafte Beachtung von Hygienevorschriften

Verschärfte Gesetzgebung mit Folgen

Breits im vergangenen Jahr wurde die Gesetzgebung in der Hauptstadt verschärft. Das Spielhallengesetz in Berlin gilt als eines der strengsten. Mit den Razzien wird deutlich aufgezeigt, das die Strenge und das Durchgreifen wohl durchaus notwendig ist, um das illegale Glücksspiel in der Hauptstadt zu bekämpfen. Bei den Razzien in Mitte wurden von 17 Polizisten und sechs Mitarbeitern des Bezirksamts insgesamt 13 Lokale überprüft. Zahlreiche Verstöße wurden festgestellt, so auch in Verbindung mit dem Glücksspiel.

Die Übergangsfrist für die neue Gesetzgebung ist bereits im Herbst des vergangenen Jahres abgelaufen. Somit hat das Gesetz nun Gültigkeit und Spielhallenbetreiber sind somit verpflichtet, die verschärften Gesetze einzuhalten. Zu den Regelungen gehören das Verbot für Mehrfachspielhallen in einem Gebäude, die Vorgabe des Mindestabstands von 500 Metern zur nächsten Spielhalle und der Mindestabstand von 200 Metern zu Oberschulen.