Bei der Lizenzvergabe waren die Casinos Austria leer ausgegangen, nachdem sie jedoch bei den vorangegangenen 12 Lizenzen besonders erfolgreich waren. Nachdem die drei zusätzlichen Lizenzen nun vergeben wurden, reichte das Glücksspielunternehmen Casinos Austria Beschwerde ein, wodurch die Baumaßnahmen an den Standorten nun nach hinten verschoben wurden. Grund für die Beschwerde seien nach Angaben der Casinos Austria die fehlerhaften Bescheide des Finanzministeriums.

Begünstigt wurden bei der Lizenzvergabe für Wien und Niederösterreich das niederösterreichische Glücksspielunternehmen Novomatic und die Schweizer Stadtcasinos Baden AG zusammen mit der deutschen Gauselmann Gruppe. Der Vorstand der Schweizer Stadtcasinos Baden AG, Detlef Brose, gibt an, dass die Beschwerde der Casinos Austria nur abgegeben wurde, um auf diese Art und Weise Zeit zu schinden. Für die Stadtcasinos Baden AG und die Gauselmann Gruppe bedeutet der Schritt der Casinos Austria nun, dass die Baumaßnahmen am Palais Schwarzenberg sich verzögern werden, so lange bis eine endgültige Entscheidung von Seiten des Finanzministeriums ausgesprochen wird.

In der Beschwerde heißt es, dass das Vergabeverfahren nicht korrekt durchgeführt wurde und die Bescheide eine Fülle von Rechtswidrigkeiten enthalten. Das Schwarzenberg Konsortium ist hier jedoch anderer Meinung, was sie in der Stellungnahme gegen die von den Casinos Austria vorgebrachten Punkten deutlich machen. Die Rechte der Casinos Austria seien bei dem Vergabeverfahren nicht verletzt worden, so heißt es in der Stellungnahme des Schwarzenberg-Konsortiums.

Die Beschwerde der Casinos Austria bezieht sich vor allem auf die Subkriterien, die unter den wichtigen Punkten beim Vergabeverfahren aufgeführt wurden. über diese Subkriterien hätten die Bewerber vorzeitig informiert werden müssen, so die Casinos Austria. Dass bereits bei der Ausschreibung des Stadt- und Landpakets, bei der die Casinos Austria begünstigt wurden, solche Subkriterien existierten, wird hierbei von Seiten des Glücksspielunternehmens zum ärger Broses vollkommen außer Acht gelassen.

Voraussichtliche Umbauarbeiten erst in 2015

Für die Begünstigten des Palais Schwarzenberg bedeutet das Gezerre um die Lizenzen nun, dass die Bauarbeiten erst einmal nicht eingeleitet werden können. Erst wenn die Entscheidung in Bezug auf die Beschwerde von gefallen ist, dann würden die Baumaßnahmen laut Brose beginnen können. Für das Palais Schwarzenberg ist eine Bauzeit von einem Jahr angesetzt. Im Normallfall hätte dies bedeutet, dass das Casino schon im Jahr 2015 hätte öffnen können. Durch die Verzögerungen ist nach Angaben Broses jedoch nicht vor dem Jahr 2016 mit einer Eröffnung des neuen Casinos im Palais Schwarzenberg zu rechnen.