Im Bundesland Bayern gibt es insgesamt 9 staatliche Spielbanken, die nun im negativen Bereich von sich reden machen, da ihre Existenz auf Messers Schneide steht und fast alle 9 Einrichtungen seit geraumer Zeit rote Zahlen schreiben. Die bayrische Bank ist pleite, keine Rücklangen mehr und vor allen Dingen keine Besucher mehr, die die Kassen füllen könnten.

Der enorme Besucherrückgang und die roten Zahlen werden in erster Linie dem Staat selbst zugeschrieben. Durch das eingeführte Rauchverbot in Deutschland sind die Besucherzahlen in den Casinos Bundesweit gesunken und gerade Bayern musste schon nach den ersten Verbotsmonaten einen enormen Einbruch im Verdienst feststellen. Der Glücksspiel Trend geht durch das Verbot ganz klar in Richtung Internet.

Beim Besuch von Online-Casinos, können die Raucher vor ihrem heimischen Rechner ihrer Sucht nachgehen und nebenbei bei dem ein oder anderen Spiel ihr Glück herausfordern. Die Atmosphäre scheint dann besser zu stimmen, als in den rauchfreien Spielbanken. Als ein weiterer Nachteil für die Spielbanken und deren Erfolg stellten sich die Automatenspielhallen heraus.

Die Einrichtungen mit den vielen Spielautomaten unterliegen bisher nicht so strengen Kontrollen, jeder kann spielen kommen und muss nicht erst die Kontrollen in den staatlichen Casinos über sich ergehen lassen. Oft gilt in den Automatenhallen das Rauchverbot nicht oder nur eingeschränkt.

Der Staat hatte jedoch zu viele Hoffnungen in die Einnahmen dadurch das Glücksspiel gesetzt. Investitionen wie die in Bad Steben, wo ein Spielerparadies entstanden ist und mehrere Tausend Euros investiert wurden, rentieren sich im Nachhinein gar nicht. Schon nach der Eröffnung schrieb das Casino rote Zahlen und die Rechnung der Staatsoberhäupter ging nicht auf. Staat Einkünften ergaben sich Schulden, auf denen beispielsweise der Ort Bad Steben noch heute fest sitzt.

Nur eine der bayrischen Spielbanken, blieb vor dem Verlust verschont: das Casino in Bad Wiessee. Die Räumlichkeiten erwirtschafteten Gewinne und mussten damit den anderen Spielbanken auf die Sprünge helfen, damit diese sich über Wasser halten können. Die Quellen sind nun jedoch erschöpft und die Gewinne können die Spielbanken nicht mehr tragen.

Als nächstes sollen nun zwei der neun bayrischen Casinos die Türen schließen. Das Glücksspiel in den Live-Casinos hatte seine Zeit gehabt und scheint nun Platz für neue Innovationen machen zu müssen.