Eine Statistik in Hamburg beweist diese Aussage, denn hier sind rund 10.000 Hamburger der Spielsucht verfallen. Die Statistik zeigt auf, dass 90 Prozent der Spielsüchtigen männlichen Geschlechtes sind.

Das Durchschnittsalter im Kreise der pathologischen Spielsüchtigen liegt bei 37 Jahren. Es ist deutlich zu erkennen, dass immer mehr junge Menschen, im Alter eines Jugendlichen, mit dem Glücksspiel in Berührung geraten und vielleicht auch schneller als erwachsene Spieler der Sucht verfallen.

Der Zugang zu den Spielhallen ist in der heutigen Zeit für jeden immer leichter geworden. So kommt es auch, dass Jugendliche Zugang zum Glücksspiel erhalten, weil hier die ausreichende Kontrolle fehlt. Gleichzeitig jedoch sind die Menschen sich heute der Spielsucht viel mehr bewusst. Es ist kein Schandfleck mehr, über den nicht mehr gesprochen werden darf und daher sind die meisten Spieler sehr gut über die Suchtproblematik informiert.

Dies führt auch dazu, dass immer mehr Spieler Hilfeangebote annehmen und nutzen. Das Sucht-Therapie-Zentrum (STZ) in Barmbek ist eine der Stellen, an denen Spielsüchtige Hilfeangebote bekommen und nutzen können. Nach Angaben der Mitarbeiter vor Ort habe sich die Zahl der Hilfesuchenden vor Ort verdreifacht.

Die Spielsucht schreitet meistens schleichend voran. Während die Spieler meist erst durch Zufall mit dem Glücksspiel an Spielautomaten in Berührung kommen, entwickelt sich das Spiel im Laufe der Zeit leider für viele zur Sucht. Die Spieler wollen immer mehr, gehen ein immer höheres Risiko ein und investieren mehr und mehr Geld.

Wenn das eigene Geld knapp wird und die Schulden zu steigen beginnen haben die Spieler alleine meist keine Möglichkeit mehr, sich selbst aus der Sucht zu befreien. Die sozialen Kontakte leiden meist unter dem Suchtverhalten und die krankhaften Spieler grenzen sich mehr und mehr von der Außenwelt ab. Wer Glück hat lässt sich an einem bestimmten Punkt helfen du bekommt einen Therapieplatz in einer der Suchtkliniken. Die Kosten für die Therapie werden oftmals von der Rentenversicherung übernommen.