Viele dieser Spielhallen verfügen über keine Lizenz und das Glücksspiel im Innern der Etablissements wird illegal angeboten. Die Berliner Polizei ist sich dieser Problematik bewusst und ist derzeit dabei, gegen das illegale Glücksspielangebot vorzugehen. In einer besonderen Aktion in den vergangenen Tagen stürmten Polizisten mehrere Zockerbuden, um die illegalen Glücksspielbetreiber festzunehmen.

Der Neuköllner Kiez wurde durch die Polizeiaktion in Aufruhr versetzt. Vor wenigen Tagen stürmten Polizisten in Sicherheitskleidung mehrere Spielhallen. Es musste schnell gehen, da andere Betreiber und Spieler durch Zocker gewarnt wurden. Ordnungsamt und Steuerfahndung beteiligten sich and den Aktionen und gingen zusammen mit den Polizisten gegen die Spielhallen vor.

Insgesamt 50 Spielhallen, Wettbüros und die sogenannten Caf?-Casinos wurden von 90 Männern durchsucht. Die Polizisten waren darauf vorbereitet Spielautomaten zu suchen, nach Lizenzen bzw. fehlenden Lizenzen zu forschen und illegale Machenschaften aufzudecken. Der illegale Betrieb kostet die Stadt ein Vermögen, weil die Millionen an den entsprechenden Behörden vorbei geschmuggelt werden.

In Berlin gibt es alleine 600 Spielhallen, 300 Wettbüros und an die 2500 Caf?-Casinos (Lokale mit Spielautomaten). In den meisten Etablissements dieser Art gibt es etwas zu beanstanden oder es gibt Hinterzimmer, in denen illegale Geschäfte abgewickelt werden. Die illegalen Betreiber erhalten durch den illegalen Betrieb, solange dieser nicht gestoppt wird, allein 300-400 Euro pro Spielautomat.

Dies ist der reine Gewinn, da die Gelder durch das illegale Angebot an dem Fiskus vorbei geschmuggelt werden. Auch die Geldwäsche wird damit vereinfacht. Hier können Mafiaclans und andere Personen ihre Gelder aus Drogengeschäften reinwaschen. Eine Hand wäscht hier die andere, doch passiert all das auf Kosten der Steuerzahler und auf Kosten der Stadt.