Zu der gerichtlichen Auseinandersetzung kam es aufgrund des Antrags eines Glücksspielanbieters mit Lizenz in Malta. Dem Anbieter wurde es untersagt, Online Glücksspiele anzubieten und damit deutschen Spielern zugänglich zu machen. Der Antragstellerin wurde durch das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) im Februar 2015 die Abhaltung solcher Glücksspiele im Internet "im Land Berlin" untersagt. Darüber hinaus wurden von Seiten des LABO weitere Forderungen gestellt:

– Befragung der Spieler über den Aufenthaltsort

– Teilnahme deutscher Spieler nur möglich, wenn die Rechtslage des Aufenthaltsort dies zulässt

– Ausschließung der aktiven Spielteilnahme vom Land Berlin mithilfe geeigneter technischer Methoden

Nachdem zu Beginn des letzten Jahres diese Entscheidung getroffen wurde, wurde ein Eilantrag von Seiten der Antragstellerin eingereicht. Nach diesem sei das Verbot von Online Glücksspiel nicht gerechtfertigt, da es zum einen zahlreiche Anbieter gäbe, die ihr Angebot in Deutschland präsentieren würden und die Antragstellerin zudem über eine gültige Lizenz aus Malta und eine Genehmigung aus Schleswig-Holstein verfüge. Der Eilantrag wurde dann jedoch von Seiten der 23. Kammer des Verwaltungsgerichts zurückgewiesen. Begründung wurde die Zurückweisung mit folgenden Punkten:

– die Antragstellerinnen könnte sich nicht auf Genehmigungen aus Malta und aus Schleswig-Holstein berufen

– Untersagung als verhältnismäßig eingestuft

– gemeinsam verabschiedete Leitlinien der Länder rechtfertigen ein Vorgehen gegen einzelne Anbieter

– zunächst werde gegen die großen und umsatzstärksten Anbieter von Casino- und Pokerspielen vorgegangen

– das Ziel ist eine einheitliche Vollzugspraxis und dieses sei daher mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbar