Doch davon, dass einige Betriebe ihre Pforten dicht machen müssen, ist noch nicht Rede. Der Leiter des Verbandes sagt, dass durch den Umstand, dass die Einrichtungen acht Stunden weniger offen sind, doch 33 Prozent der Angestellten an manchen Standorten ihre Jobs verloren haben.

Zudem geht die Besucherzahl in den Spielstätten mit gewerblicher Absicht zurück. Es ist ersichtlich, dass die Gäste woanders hingehen, sprich hin zu Spielbanken mit staatlicher Zulassung; auch das Glücksspiel im Netz ist hier sehr beliebt. Besonders zu später Stunde wechseln die Geschehnisse in Lokale, Hinterzimmer und auch Kulturvereine.

Die Inhaber von Gastwirtschaftsbetrieben, welche in den Räumlichkeiten maximal drei Automaten betreiben, fallen nicht unter das Gesetz für Spielhallen, da hierfür keine Erlaubnis erforderlich ist. Spielhallen mit gewerblicher Absicht können nicht mehr als acht Geräte pro Einrichtung aufstellen.

Der Verbandsleiter beobachtet einen Anstieg von halbwegs erlaubten und unerlaubten Tätigkeiten, wie beispielsweise die "Cafe-Casinos". Hier findet man Glücksspiel, das keinerlei Kontrolle unterliegt. Der Leiter bemängelt auch, dass die Summe der Automaten, die mit Zulassung des Staates in diesen örtlichkeiten betrieben werden, keine Eingrenzung erfährt.

Im Zuge des Spielhallengesetzes, welches seit Anfang Juni letzten Jahres gültig ist, will man die Summe der Spielhallen und somit auch die Spielsucht reduzieren.