Es ist nicht allzu lange her, dass das Bundesland Schleswig-Holstein einen Entwurf für ein neues Glücksspielgesetz vorlegte und damit Schlagzeilen machte.

Grund dafür war, dass man mit den Rahmenbedingungen des kommenden Glücksspielvertrags nicht einverstanden war. Dies erhielt von der Europäischen Union grünes Licht und nun sorgt noch ein Bundesland in diesem Bereich, Berlin, für Aufregung.

Das Parlament in der deutschen Hauptstadt entschied sich vor kurzem für ein neues Gesetz in Bezug auf Spielhallen in der Stadt. Diese soll strikte Kriterien für deren Betreiber enthalten.

Das Gesetz hat die Aufgabe, die enorme Zahl der Spielhallen in der Landeshauptstadt in den Griff zu bekommen und der Spielsucht entgegenwirken. Man vermutet, dass nur in Berlin 37.000 Menschen ein problematisches Verhalten im Bereich des Glücksspiels vorweisen.

Hier will man auch festschreiben, dass zwischen den einzelnen Spielstätten ein Mindestabstand von einem halben Kilometer vorliegen muss und diese sich nicht in der Nähe von Kinder- und Jugendeinrichtungen befinden sollen.

Zudem sinkt die maximale Anzahl der erlaubten Automaten von 12 auf 8 und auch die öffnungszeiten dieser Spielorte will man durchsetzen. SPD, CDU, die Grünen und die Linken befürworten diesen Plan, doch die FDP ist damit nicht einverstanden.

Sie haben Angst, dass die Spieler dann in die Arme des illegalen und des Online Glücksspiel getrieben werden. Auch die IHK in Berlin war skeptisch. Ihr mangelt es an einem konsequenten Plan, um die Spielsucht anzugehen, dies ist in dem Gesetzesentwurf nicht enthalten.