Auch wenn Stracke mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gegangen ist, so hat er dennoch im Bereich Spielbanken für ver.di zu tun.

Im Bereich der Bundeskoordinierung Spielbanken sollte Stracke auch als Rentner weitermachen, doch bisher gab es dazu noch keine genaueren Informationen. Dennoch hat der ehemalige Gewerkschaftssekretär für ver.di in zwei Spielbanken Tarifverträge verhandelt und abgeschlossen. Neben diesen Tätigkeiten ist Stracke nach eigenen Angaben zudem als Sachverständiger und Referent für Arbeits,- Tarif- und Glücksspielrecht tätig und bleibt der Branche somit weiterhin erhalten.

Ein Rückblick auf die Tätigkeit für die Gewerkschaft – warum Bernhard Stracke rückblickend sicher ist, dass dies die richtige Berufswahl war:

– Freude bei der Arbeit

– Einsatz für Beschäftigte in Betrieben und Dienststellen

– Einsatz vor Arbeits- und Sozialgerichten

– Betreuung des Glücksspiels und insbesondere der Spielbanken

– Führen von Tarifverhandlungen und Abschluss von Tarifverträgen

– Streiks und Aktionen zur Durchsetzung ver.dis Forderungen

– Miterleben der goldenen Zeiten der Spielbanken

Über die Zeit bei ver.di spricht Stracke begeistert von seinen Tätigkeiten in Verbindung mit Glücksspiel und Spielbanken, andererseits aber auch weniger begeistert von der Gewerkschaft an sich. Bei ver.di mochte man keine Kritik, Tarifverträge wurden für andere Arbeitnehmer verhandelt, nicht jedoch für die bei ver.di und die betriebliche Altersvorsorge wurde seit Jahren nicht erhöht. Diese Bedingungen klingen für Außenstehende schon fast unglaubwürdig, allein wenn es um den nicht vorhandenen Tarifvertrag geht. Von den Mitarbeitern selber wird hier nach Angaben Strackes jedoch zu wenig dagegen vorgegangen. Nach Angaben Strackes wolle man jedoch weiterhin aktiv dagegen vorgehen, denn auch seiner Meinung nach würden Gewerkschaftsbeschäftigte Tarifverträge benötigen.

Klare Meinung zum Glücksspiel

Auch zum Glücksspiel hat Bernhard Stracke eine ganz klare Meinung. Seiner Meinung nach hätten die Spielbanken sich nicht auf gewerbliches Automatenspiel einlassen sollen, nun sieht man die Folgen daraus bereits an der Betreiberstruktur. Doch die Betreiber für Spielbanken werden von ver.di nicht festgelegt oder vorgeschrieben. Grundsätzlich dürfe jedoch von Seiten der Betreiber nicht außer Acht gelassen werden, dass es nicht in erster Linie darum geht, wirtschaftlichen Umsatz zu machen, sondern vor allem darum den Spieler ein legales und staatliches überwachtes Glücksspielangebot zu präsentieren, welches den Spielern und Betreibern so auch Sicherheit bietet.

Auch zum Online Glücksspiel, welches in Deutschland illegal ist, hat Stracke eine eindeutige Meinung. Seiner Ansicht nach müsse das auf dem Papier stehende Verbot hier effektiver durchgesetzt werden. Seiner Meinung nach würden Online Glücksspiele wie Lotto, Sportwetten und Casinos für die Spieler zu große Gefahren bürgen und der Schutz der Spieler könnte hier nicht gewährleistet werden.