Die Situation rund um die Gesetzgebung für Spielhallen ist seit geraumer Zeit in der Kritik. Mit der neusten Entscheidung durch das Bundesverfassungsgericht wird zudem nun für Unzufriedenheit gesorgt. Ein bekannter Name innerhalb der deutschen Automatenbranche ist Gauselmann. Der Gründer und Vorstandssprecher der Gauselmann Gruppe, Paul Gauselmann, macht deutlich, dass die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht der Meinung des Unternehmens entspricht.

Was wurde durch das Verfassungsgericht entschieden?

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts lautet: Die einschneidenden gesetzlichen Beschränkungen für Spielhallen gelten als NICHT verfassungswidrig.

Unmut der Automatenbranche

Gauselmann macht in einem Statement zu diesem Thema deutlich, dass man mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht zufrieden sei. Der Grund dafür: in den vergangenen Jahren haben Unternehmen wie die Gauselmann Gruppe dafür gesorgt, dass durch das eigene Angebot die Spielbedürfnisse der Spieler auf der einen Seite befriedigt und auf der anderen Seite in geregelte Bahnen gelenkt werden. Dies hat die Unternehmen in den vergangenen Jahren ein großes Stück an Arbeit gekostet. Mit der Entscheidung, dass die gesetzlichen Beschränkungen nicht als verfassungswidrig gelten, wird zu einem gewissen Teil die Arbeit der Automatenbranche zunichte gemacht.

Messbare Erfolge der gewerblichen Automatenwirtschaft:

  • Quote spielsüchtiger Menschen ist seit Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau
  • rückläufige Quote beim Automatenspiel

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts würde die Arbeit und die Erfolge der deutschen Automatenwirtschaft nicht würdigen. Zudem würden diese bei der Urteilsfindung nicht berücksichtigt werden. Gauselmann selber gibt sich enttäuscht, vor allem aufgrund der Meilensteine von Seiten des Unternehmens. Hier wurde zuletzt ein automatisches Zutrittssystem für Spielhallen entwickelt, welches mittels biometrischer Daten den Ausschluss von gesperrten Spielern sicherstellt. Die Leistung von Seiten des gewerblichen Spiels in Deutschland werde durch das neuste Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht anerkannt.

Gauselmann nimmt die Herausforderung an

Für die Spielhallen in Deutschland brechen nun schwierige Zeiten an. Städte und Gemeinden sollen nun die Spielhallen der jeweiligen Region prüfen und feststellen, welche Etablissements nach der Härtefallregelung betrachtet werden können. Gauselmann gibt an, dass das Unternehmen den Plan verfolgt, um jede Spielhalle und jeden damit verbundenen Arbeitsplätz zu kämpfen. Aufgeben scheint für den Unternehmer in diesem Zusammenhang selbstverständlich keine Option zu sein.