Nun jedoch meldete sich in den Medien der Bürgermeister Michael Häupl zu Wort, der plötzlich einen gegenteiligen Plan äußerte. Seiner Aussage nach, sollte das Glücksspiel nicht verboten, sondern lediglich stärker kontrolliert werden. Diese Aussage wiedersprach der Entscheidung, die von Seiten der Partei getroffen wurde. Ob es daran lag oder der Bürgermeister andere Beweggründe verfolgte ist unklar, jedenfalls wurde die letzte Woche getroffene Aussage von Seiten des Politikers dementiert. So unterstrich er nun die Einstellung der Partei und machte deutlich, dass weiterhin ein Totalverbot des kleinen Glücksspiels auf dem Plan stehe und zum Jahr 2015 durchgesetzt werden solle.

Bei den immer wieder aufkeimenden Diskussionen rund um dieses Thema wird derzeit jedoch offensichtlich der eigentliche Hintergrund außer Acht gelassen. Das kleine Glücksspiel sorgt in österreich deshalb für so viel Diskussionsstoff, weil dieses die Spielsucht fördere. Genau aus diesem Grund habe man entschieden, das kleine Glücksspiel komplett zu verbieten. Bei den aktuellen Gesprächen jedoch scheint das Thema Spielsucht nur Nebensache zu sein. Gerade der Jugendschutz jedoch sollte in österreich in Bezug auf das kleine Glücksspiel stärker thematisiert werden. Die Spieler werden immer jünger und dies zuletzt laut Experten vor allem auch dadurch, dass die Zugangskontrollen beim kleinen Glücksspiel nicht stark genug verfolgt haben und Jugendliche unter 18 Jahren so die Möglichkeit bekommen, dem kleinen Glücksspiel nachzugehen.

Grundsätzlich sollte der Jugendschutz und auch der Spielerschutz in Bezug auf diese Thematik generell stärker thematisiert werden. Sinnvoll wäre es nach Möglichkeiten zu suchen, entsprechende Kontrollen beim Glücksspiel einzuführen und den Spielern, vor allem den jungen Spielern, somit ausreichend Schutz bieten zu können. Experten machen deutlich, dass es in Bezug auf diese Entscheidungen letztendlich in erster Linie um das liebe Geld zu gehen scheint. Durch das Glücksspiel fließen Gelder in die Kassen der Städte und werden so für Kultur, Tourismus und andere Zwecke aber verwendet, doch der Spielerschutz und die Prävention bleiben hierbei wohl zeitweilig auf der Strecke.