Erst kürzlich wurden Lizenzen für den Betrieb von Spielautomaten, also dem Angebot vom kleinen Glücksspiel, ausgegeben. Dies sorgte zwar bei den Lizenznehmern für Freude, gleichzeitig jedoch kurbelte eben diese Lizenzvergabe auch die Diskussion um dieses Thema erneut an.

Nicht so erfreulich hingegen ist es für die Lizenznehmer, dass der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) nun auf Einspruch von Seiten eines Anbieters, der bei der Lizenzvergabe leer ausgegangen ist, entschieden hat, dass die Lizenzvergabe noch einmal neu durchgeführt werden müsse. Eine Neuvergabe ist jedoch gleichzeitig kein Verbot und so werden die Stimmen der Gegner erneut laut. Der UVS macht jedoch deutlich, dass ein generelles Verbot grundsätzlich nicht realisierbar sei.

Die derzeitige Situation zeige laut SPö zumindest deutlich auf, dass die aktuelle Gesetzgebung in Bezug auf das kleine Glücksspiel Pfusch sei. Noch vor den Neuwahlen hatte die vorher bestehende Regierung entschieden, dass eine Lizenzvergabe zum Kleinen Glücksspiel schnell durchgesetzt werden müsse.

Das Gesetz wurde durchgedrückt und die Lizenzvergabe erfolgte rasant, die neue Regierung ist der eigenen Meinung nach machtlos, da das gesetz ja bereits Gültigkeit erlangt hatte. Die SPÖ jedoch geht weiterhin in Kampfstellung und will sich weiterhin für das Verbot des kleinen Glücksspiels einsetzen. Wenn schon das generelle Verbot nicht realisierbar sei, so wird dann zumindest gefordert, dass die Dauer der Gültigkeit der Lizenzen auf ein Minimum herabgesetzt werden sollte.