Die Entscheidung mancher Landesparlamente zu dem derzeit aktuellen Gesetzesentwurf ist ausschlaggebend dafür, ob der Glücksspielstaatsvertrag pünktlich am 1. Juli 2012 verabschiedet werden kann.

Ein Punkt, dem das bisherige Scheitern oder nicht Vorankommen des Gesetzesentwurfs zugesprochen wird, ist die veränderte Regelung in Bezug auf die Sportwetten.

Von Seiten des Bundesrats wurde bekannt gegeben, dass in Bezug auf dieses Thema offensichtlich immer noch keine Einigung stattgefunden habe und daher eine erneute Vertagung beantragt werden müsse. Auch von Seiten der CDU/CSU wurden Bedenken ausgesprochen, da man sich in Bezug auf weitere Punkte des Gesetzesentwurfs bisher immer noch nicht einig sei. Bis zum 1. Juli ist eine kurze Zeit und es nicht eindeutig, ob innerhalb dieser Zeit die wichtigen Entscheidungen getroffen werden können.

Das Vorhaben innerhalb des Gesetzesentwurfs beinhaltet die Besteuerung von Sportwetten jeglicher Art. Dies umschließt sowohl die Sportwetten im Internet, als auch die offline Sportwetten. Unklar allerdings ist es, wie diese Besteuerung exakt aussehen soll und in welcher Höhe diese angesetzt wird. Die derzeitige Besteuerung auf Sportereignisse in Deutschland ist nicht vorhanden. Daher soll eine Einführung dieser Besteuerung im Glücksspielstaatsvertrag integriert werden.

Gleichzeitig allerdings beträfe die derzeitige Regelung nur die Anbieter innerhalb Deutschlands. Ausländische Angebote wären von der Steuerregelung nicht betroffen.

Doch nicht nur die Anbieter sind von den Steuerreglungen des Glücksspielstaatsvertrages betroffen, auch die Spieler sollen in Zukunft Abgaben für das Sportwetten zahlen.

Die Bedingungen sollen damit in Zukunft sowohl für Anbieter als auch für Spieler die gleichen sein. Neben der grundsätzlichen Uneinigkeit in Bezug auf Sportwetten, ist bisher auch das Thema der Regulierung und Kontrolle nicht einstimmig geregelt worden. Von Seiten der EU-Kommission wurden vor allem in Bezug auf diese Unklarheit Bedenken geäußert.

Offensichtlich verfolgen die Verantwortlichen mit diesen Regelungen die Absicht, dass der Staat durch die neuen Regelungen den größtmöglichen Gewinn aus der Sache ziehen kann. Gleichzeitig jedoch wird die Regulierung von Online Casinos und Online Poker in dem neuen Glücksspielstaatsvertrag nicht berücksichtigt, denn beide Bereiche sollen auch in Zukunft weiterhin verboten bleiben.