Neben den Automatenspielhallen gibt es eine weitere Konkurrenz für das Casino Lindau. Hiermit ist das Casino Bregenz gemeint, in welchem Rauchersääle vorhanden sind und kein generelles Rauchverbot herrscht.

Durch diese Besonderheit fahren viele Spieler gerne in das nahe gelegene Bregenz, anstelle in der Spielbank Lindau zu spielen. In dem Casino in österreich ist darüber hinaus auch das Spielen bereits ab dem 18. Lebensjahr gestattet.

Der Spielbankchef Nikolaus Bartl beklagt, dass die Marktbedingungen ungerecht seien und die Spielbank Lindau daher so gut wie keine Chance habe. In österreich können sowohl jüngere Spieler bereits das Casino besuchen, als auch vor Ort in den dafür vorgesehenen Säälen rauchen.

Neben diesen Möglichkeiten, gibt es in Österreich außerdem kein so strenges Werbeverbot wie in Deutschland. Viele Casinobesucher fahren deshalb an der Spielbank Lindau vorbei und nutzen die Gelegenheit im österreichischen Bregenz zu spielen. Bartl erkennt an, dass die Casinos ein gutes Prinzip verfolgen und daher auch vor Ort bei der Bevölkerung richtig anerkannt werden.

Während Bartl positiv über das Prinzip in Österreich spricht und fast schon ein wenig neidisch klingt, so übt er gleichzeitig große Kritik an den Regelungen im eigenen Bundesland Bayern aus. Er könne kein Verständnis dafür aufbringen, dass in Bayern immer mehr Spielhallen genehmigt werden, um so Steuergelder in die Landeskassen zu spülen, jedoch gleichzeitig die Existenz der Spielbanken auf dem Spiel stehe.

Neben dieser Ungerechtigkeit bemängelt er außerdem die mangelnde Kontrolle, durch die die Spieler ernsthaft in Gefahr geraten. Er wirft den Betreibern der Automatenhallen teilweise Manipulation vor, natürlich auf Kosten der Spieler, die oft noch sehr jung sind, da das Spielen auch hier ab 18 Jahren erlaubt ist.

In den Spielbanken hingegen, wird besonders viel Wert auf Suchtprävention gelegt. So können Spieler durch die Spielbank gesperrt werden, wenn sie sich selbst in Gefahr begeben. Darüber hinaus ist das Spielen in den Spielbanken erst ab dem 21ten Lebensjahr gestattet.

Der Spielbankenchef fordert die Gleichbehandlung aller Glücksspieleinrichtungen und die Einhaltung der Regelungen, die für die Spielbanken vorgeschrieben sind. Dass die Bedingungen der Automatenspielhallen angeglichen werden, wird jedoch wohl weiterhin ein Traum von Bartl bleiben.

Noch neben den Einbußen, die die Spielbanken selber hinnehmen müssen, leiden auch die Städte unter den geringeren Einnahmen der Spielbanken, denn die Spielbankabgabe sinkt dadurch auch enorm. Welche Folgen dies für die Städte wie Lindau haben wird, bleibt für die Zukunft erst einmal noch abzuwarten.