Der Anbieter bet-at-home hat es in diesen Tagen nicht leicht in Österreich. Schon seit dem Jahr 2011 liegt eine Klage gegen den Anbieter vor, die bereits alle Instanzen durchlaufen hat. Nach viel hin und her ist die Klage noch immer aktuell und soll erneut beim Österreichischen Gerichtshof vorliegen. Warum die Klage im Jahr 2011 eingereicht wurde? Ein Spieler fordert seit fünf Jahren die Erstattung des eigenen Verlusts in Höhe von 950.000 Euro zurück, da er nach eigenen Angaben aufgrund der eigenen Spielsucht nicht geschäftsfähig gewesen sei.

Eine Klage dieser Art ist nicht ungewöhnlich. Neben der Tatsache, dass der Spieler die Spielsucht zugab und daher bet-at-home dazu auffordern wollte, das verspielte Geld zurück zu erstatten, gibt es in diesem Fall einen weiteren Hintergrund. Der Kläger gibt an, dass das Unternehmen bet-at-home keine Glücksspiellizenz in Österreich habe und daher gegen das dortige Glücksspielmonopol verstoße. Sind diese Vorwürfe wahr? Tatsächlich besitzt das Unternehmen bet-at-home keine Glücksspiellizenz in Österreich, allerdings ist das Angebot des Unternehmens vor Ort gleichzeitig auch nicht wirklich illegal. Der Anbieter bet-at-home verfügt über eine Glücksspiellizenz aus Malta. Das Angebot in Österreich wird durch das Unternehmen bet-at-home daher damit gerechtfertigt, dass man über eine Lizenz aus einem EU-Land verfüge und somit das Angebot in der ganzen Union präsentieren dürfe.

Welche Schritte die Klage bereits durchlaufen hat:

  • Kläger war bereits 2011 gegen bet-at-home vor Gericht gezogen
  • Klage in erster Instanz abgewiesen
  • die zweite Instanz, das Oberlandesgericht (OLG) Linz, gab dem Spieler Recht
  • bet-at-home wandte sich an den OGH, welcher das Verfahren zurück zur ersten Instanz schickte
  • die Klage durchlief erneut die Instanzen
  • Fall liegt aktuell das dritte Mal bei der ersten Instanz vor
  • Österreichischer Gerichtshof ist aktuell zuständig in diesem Fall

Für die kommenden Verhandlungen gilt es direkt beide Fragen zu klären. Ist bet-at-home verantwortlich dafür, dem spielsüchtigen Kläger die Einsätze zurückzuerstatten? Ist das Glücksspielangebot von bet-at-home in Österreich rechtmäßig? Es bleibt abzuwarten, ob in den Instanzen nun, bei der dritten Runde, einmal anders entschieden wird, als bei den vorherigen Verhandlungen.