So Manchen wird der Begriff "Fun-Wechsler" nichts sagen, außer man lebt in unserem Nachbarland Österreich, denn diese Apparaturen kommen dort öfter vor.

Sie bieten die Möglichkeit, Banknoten in Ein-Euro-Münzen zu tauschen. Doch die Geräte können noch mehr, sie haben auch ein Feature namens "Fun-Wechsler", dies ist eine Funktion im Bereich des Glücksspiels.

Das ist auch der Grund, warum sie öfter ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, denn ihre Nutzung findet ohne Zulassung statt. Die Anbieter dieser Apparate sind davon überzeugt, dass diese nicht den Spielautomaten im Bereich des Glücksspiels zuzuordnen sind, aber diese Meinung teil der Verwaltungsgerichtshof keineswegs.

Schon im März des vergangenen Jahres wurde ein "Fun-Wechsler" konfisziert, nun hat die juristische Institution ihr Urteil in dieser Tatsache neu gestaltet. Das Gericht ist davon überzeugt, dass diese Geräte zu den Spielautomaten gehören und keine Mischung von Automaten zum Geldwechsel und zur Musik darstellen, so wie es die Anbieter bezeichnen.

Das ist auch der Grund, warum die Besitzer eine Extrakonzession zum Betrieb benötigen. So sind auch die vorangegangenen Konfiszierungen dieser Apparate mit voller Legalität durchgeführt worden, so sieht es der Gerichtshof.

Die Anbieter treten immer mit der These auf, dass der Europäische Gerichtshof das momentan in Kraft befindliche Monopol in Sachen Glücksspiel für unvereinbar mit den juristischen Vorgaben der EU befunden hat und es darum auch nicht zum Tragen kommt.

Diese These überzeugt den Verwaltungsgerichtshof jedoch nicht, er sagt, dass keine komplette Judikative in diesem Bereich einstürzt, sollte ein minimaler Gesichtspunkt der Justiz der Europäischen Union nicht eingehalten werden.

Die Anbieter dieser Geräte benötigen infolgedessen eine Zulassung, sollten sie vorhaben, diese Automaten bereitzustellen.