Im November vor fünf Jahren verhängte die verantwortliche Kreisverwaltung in der Stadt Bad Kreuznach ein Verbot, das es der Besitzerin einer Annahmestelle, die für einen privaten Sportwettenbetreiber in Malta arbeitete, untersagte, ihr Geschäft weiter zu leiten.

Die Anbieterin ließ sich dies nicht gefallen und klagte gegen dieses Verbot, die Beschwerde wurde vom Verwaltungsgericht abgewiesen. Man erklärte dieses mit dem Argument, dass das Angebot von Sportwetten auf privater Basis dem Alleinanspruch des Staates in diesem Bereich zuwiderlaufe.

Als Konsequenz wurde die Annahmestelle dichtgemacht, doch es geht noch weiter. Die Anbieterin machte ihren Laden zwar zu, doch sie legte gegen diesen Entschluss Berufung ein, was nach drei langen Jahren schlussendlich Früchte trug.

Die Berufung gelang deshalb, weil keine Kriterien des Verfassungsrechts und des Europarechts in Bezug auf dieses Verbot vorhanden waren. Infolgedessen war die Untersagung von Privatsportwetten vor drei Jahren nicht gestattet, so urteilte das Oberverwaltungsgericht im pfälzischen Koblenz.

Infolge des neuen Glücksspielvertrags, der noch im Aufbau ist und der im folgenden Jahr gültig werden soll, wird der Status der Sportwetten in der Bundesrepublik anders werden.

Dies liegt daran, dass man den Markt wie vorgesehen für Privatbetreiber zugänglich machen möchte. Die Verbannung des Alleinanspruchs auf Sportwetten kommt der Europäischen Union sehr zupass. Ihr sind Monopole nicht recht, weil diese dem Freihandelsabkommen zuwiderlaufen.