Während auf Betrügereien von Seiten der Kunden durch verschiedene Sicherheitssysteme und Personal besonders geachtet wird, gibt es das Spiel jedoch auch umgekehrt, wie der derzeitige Fall von Phil Ivey mehr als deutlich macht. Der Poker-Profi ist gegen das Crockfords Casino in London vor Gericht gezogen, da dieses sich weigert den Gewinn an den Spieler auszuzahlen.

Phil Ivey ist als Pokerprofi bekannt und daher ist es kaum verwunderlich, dass er an den Pokertische hohe Einsätze wagt. Diese hohen Einsätze sollen dem Spieler jedoch nun zum Verhängnis werden. Verdrehte Welt, denn wären die Einsätze erfolglos gewesen, hätte sich mit Sicherheit keiner aus dem Casino beschwert.

Da aber in diesem Fall Ivey der Gewinner ist, wird dem Spieler Betrug durch gezinkte Karten vorgeworfen. Auch wenn dies zutreffen sollte und die Karten nicht fachgemäß waren, so ist es eigentlich dennoch erst dann Betrug, wenn der Spieler, in diesem Fall Ivey, aktiv und mit dem Vorsatz des Betrugs in das Spiel gegangen wär.

Doch auch wenn nicht jeder den Profispieler leiden kann, so ist dennoch eins mit Gewissheit klar, ein Betrug kann und sollte dem Spieler grundsätzlich nicht unterstellt werden. Ivey zählt zu den bekanntesten Pokergrößen innerhalb der Branche und hat bereits unzählige Beträge in die Sanierung und Renovierung von Casinos fließen lassen, sodass die eigenen Gewinne sich fast wieder ausgleichen.

Betrug kann dem Spieler daher in keinem Fall vorgeworfen werden. Es ist zu erwarten, dass das Crockfords Casino einfach in Zahlungsschwierigkeiten ist. Doch auch dies wäre schlimm. Denn solche Verhaltensweisen sind bisher nur aus dem Bereich der Online Casinos bekannt, nicht jedoch aus den traditionellen Einrichtungen.