Der Pokerstar muss sich nun vor Gericht verantworten, denn das Borgata Casino hat Klage gegen den Pokerspieler eingereicht. Der Pokerexperte Nelson Rose scheint diese Anschuldigungen nicht zu glauben und macht in einem Interview deutlich, dass er fest davon überzeugt sei, dass Ivey kein Betrüger ist.

Rose ist in der Branche als Anwalt und Professor an der juristischen Fakultät der Whittier Universität in Kalifornien bekannt und zählt zu den Experten im Bereich des Glücksspielrechts. Seiner Aussage nach habe das Casino selbst dafür zu sorgen, dass keine lesbaren Markierungen auf den Rückseiten der Karten zu finden sind. Von Iveys Unschuld scheint Rose überzeugt, denn in dem Interview betonte der Experte, dass Phil Ivey kein Betrüger sei.

Die Klage wurde von Seiten des Borgata Hotel Casinos & Spas in Atlantic City eingereicht, weil dieses überzeugt davon ist, dass der Pokerstar beim Baccarat betrogen habe. Nach Angaben des Casinos habe der Spieler den Herstellerfehler der Karten ausgenutzt, um so leichter an einen Gewinn zu gelangen. Die Pokergemeinde hat den Vorfall direkt zum Anlass genommen, um über die Schuldfrage des Pokerprofis zu diskutieren.

Rose ist sich seiner Meinung sicher, denn nach seinen Angaben habe das Casino Verantwortung dafür zu tragen, dass keine Unregelmäßigkeiten auf den Rückseiten der Karten zu sehen sind. Da es sich bei dem Kartenfehler um einen Herstellerfehler gehandelt haben soll, kann Ivey nach Angabe des Anwalts nicht des Betrugs bezichtigt werden, denn auch wenn dieser die Unregelmäßigkeiten zum eigenen Vorteil genutzt haben sollte, so hatten alle anderen Spieler am Tisch die gleichen Chancen, denn die Markierungen auf den Kartenrückseiten waren für alle Spieler zu sehen. Aus diesem Grund allein kann der Spieler Ivey in diesem Fall nach Angaben des Anwalts nicht des Betruges bezichtigt werden.