Bewiesen werden konnte der Betrug in diesem Fall jedoch nicht und daher wurde der Gewinner von der Richterin freigesprochen. Es gäbe keine eindeutigen Beweise, die deutlich aufzeigen, dass es sich bei dem Gewinn um Betrug handelte.

Dem 36-jährigen Spieler wurde vor Gericht vorgeworfen, dass dieser die Spielautomaten in der Weißenhorner Kneipe so manipuliert habe, dass diese einen überdurchschnittlich hohen Gewinn in Höhe von 1000 Euro ausspielten. Die Tat konnte dem vermeintlichen Betrüger jedoch nicht nachgewiesen werden. Der Spieler zockte an besagtem Abend an zwei Spielgeräten in der Kneipe. Insgesamt konnte er so einen Gewinn in Höhe von 2000 Euro generieren, von dem fast die Hälfte durch die Automaten direkt ausgezahlt wurde.

Gespielt und gewonnen

Den restlichen Gewinn wollte der Spieler an der Theke einfordern, hier jedoch setzte man sich mit dem Automatenhersteller in Verbindung. Dieser machte sich direkt vor Ort ein Bild und checkte die Auslesestreifen der Automaten. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser hohe Gewinn mit rechten Dingen generiert wurde sei komplett unwahrscheinlich, so der Hersteller. Aus diesem Grund wurde die Polizei eingeschaltet und der Fall ging vor Gericht. Die restliche Gewinnsumme wurde dem Spieler vorerst nicht ausgezahlt.

Zeugen vor Ort gaben vor Gericht an, gesehen zu haben, dass der Mann sich vor dem Spielen an den Geräten verdächtig verhielt. Die Manipulation der Spielgeräte konnte aber weder an den Maschinen noch an einem eindeutigen Beweis durch einen Zeugen festgemacht werden. Aufgrund dessen plädierte der Anwalt des Beklagten auf nicht schuldig und bekam Recht. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Geldstrafe, da die Manipulation der Spielgeräte durch den Spieler eindeutig sei.

Noch einmal plädierte der Anwalt des Angeklagten auf nicht Schuldig, da ein Betrug durch den Beklagten nicht nachgewiesen werden könne. In letzter Instanz entschied die Richterin dann, dass der Mann nicht verurteilt werden könnte, da keine Beweise vorlägen. Aus diesem Grund wurde der Spieler freigesprochen und die Richterin betonte hierbei, dass in der aktuellen Sachlage durch den Spieler lediglich gespielt und gewonnen wurde, mehr könne nicht nachgewiesen werden.