Das Automatenspiel bringt das höchste Potential der Spielsucht mit sich und daher wurde von Seiten der Regierung gehofft, dass durch die Einschränkungen das Spielen an diesen Slots reduziert werden könne. Diese Hoffnung wurde allerdings offensichtlich nicht bestätigt, denn mehr Spieler suchen ihr Glück und ihr Vergnügen nun an den Spielautomaten.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes in Österreich ist die "Soko Glücksspiel" besonders aktiv geworden und wendet sich gegen die illegalen Spielautomatenangebote. Unzählige Automaten wurden bereits aus dem Weg geräumt, aber dennoch existieren weiterhin unzählige illegale Angebote. Im Jahr 2011 ist das Spielen an den Glücksspielautomaten sogar noch mehr geworden. Die Beschlagnahmung von bisher insgesamt 3000 Spielgeräten hat somit noch kaum einen Erfolg mit sich gebracht bisher.

Der Berater Andreas Kreutzer kritisiert die Vorgehensweise in Österreich. Die Abschaffung hat Statistiken zufolge noch keinerlei Erfolg gebracht, im Gegenteil, denn im Jahr 2011 wurde bereits noch mehr gespielt. Besonders vorteilhaft sei das Verbot vor allem für das Monopol (Lotto und Casinos) und das Geschäft des Online Gamings.

Viele der Automatenspieler weichen nämlich aufgrund des Verbots auf diese Alternativen aus. Die Kontrolle und die Prävention sind vor allem im Bereich des Online Gamings kaum möglich. Für Kreutzer ist das Verbot kein Schutz für die Spieler, sondern eine offensichtliche Kanalisierung der Gelder aus dem Glücksspiel.

Das Verbot des kleinen Glücksspiels hatte bereits zur Folge, dass einige Spielautomaten beschlagnahmt wurden. Der Glücksspielexperte Kreutzer geht jedoch fest davon aus, dass immer eine gewisse Anzahl an illegalen Spielautomaten bestehen bleiben wird. Auch das geplante bundesweite Verbot der Landesausspielung stößt bei dem Experten auf Kritik.

Dieser gibt an, dass er nicht glaube durch das Verbot tatsächlich Spieler schützen zu können, denn bereits die Zahlen aus 2011 beweisen das Gegenteil. Die Spieleinsätze sind Statistiken zufolge enorm gestiegen, was bedeutet, dass die Spieler eventuell sogar weniger Spielen, aber aufgrund der weggefallenen Alternativen mehr Geld in das Glücksspiel investieren.

Während die Einsätze beim kleinen Glücksspiel sehr niedrig waren, können die Einsätze an den Video Lottery Terminals des Monopolisten sehr hoch sein. Während die grundlegenden Regelungen in den Spielautomatenhallen sehr eng gefasst waren, gibt es in den Spielbanken kaum Grenzen. Da die Spieler nun in den Spielbanken spielen, ist dort die Spielsuchtgefahr viel höher, da kaum Grenzen und Regelungen vorhanden sind.

Es wird angenommen, dass die Spieler beim Verbot der Landesausspielungen schnell Ausweichmöglichkeiten suchen würden. Auch Befragungen ergaben, dass die Spieler dann entweder im Internet dem Glücksspiel nachgehen, Spielbanken besuchen oder Sportwetten tippen würden. Auch hier ist die Spielsuchtgefahr vorhanden.

Kreutzer kritisiert vor allem die Politik und die ständig währenden Diskussionen und Gesetze, die schnell verabschiedet werden, aber keinen langfristigen Erfolg versprechen können. Er glaubt, dass die Regelungen und Gesetze vorrangig zum Schutz des Monopols eingeführt wurden, nicht aber dem eigentlichen Spielerschutz dienen, obwohl dies die eigentliche Begründung sein sollte.