Mit der Frage nach der Messbarkeit des Risikos beschäftigte sich das &quot,Wissenschaftliche Forum Glücksspiel&quot,. Dieses entstand im Jahr 2007 und beschäftigt sich seit jeher mit dem Gefährdungspotential von Glücksspielen. Dieses soll von nun an messbar sein, denn das Forscherteam stellte bei einer Pressekonferenz ein entsprechendes Instrument vor. Das Tool soll auf Basis empirischer Daten eine differenzierte Beurteilung möglich machen. Auf diesem Weg soll ein quantitativ messbares Profil einzelner Glücksspielprodukte erstellt werden. Das Messinstrument benötigt letztendlich strukturelle und situative Merkmale sowie Kriterien, die das gefährdungspotential von Glücksspielen angemessen beschreiben.

Durch die Kategorisierung in fünf Gefährdungsklassen wird Auenstehenden somit eine Orientierungshilfe geboten, die für die Zukunft des Glücksspielmarkts besonders wichtig werden kann. Hiermit können nicht nur Glücksspiele als besonders gefährlich oder ungefährlich eingestuft werden, es soll auch möglich gemacht werden, mit Hilfe der Einstufung des Instruments, Glücksspiele weniger gefährlich zu gestalten, um diese trotzdem weiterhin anzubieten. Das Interesse an diesem Messinstrument dürfte demnach nicht nur die Aufmerksamkeit von Politikern und Verbrauchern auf sich ziehen, sondern könnte auch für die Anbieter selber von großem Interesse werden.

Rechtssicherheit in Deutschland

Das Messinstrument könnte eine positive Veränderung des Glücksspielmarktes in Deutschland bewirken. Mit den Ergebnissen ist es den zuständigen Behörden möglich, die Gesetzgebung entsprechend anzupassen. Zudem könnte die gewünschte unabhängige Prüfstelle in Verbindung mit dem Messinstrument geschaffen werden. Dies alles würde sowohl den Politikern, als auch dem Staat sowie den Verbrauchern eine enorme Rechtssicherheit bieten.

Quelle: Aktion Mensch