Im vergangenen Jahr wurden von Seiten der Schweizer Spielbanken Abgaben in Höhe von 356 Mio. Franken an AHV und Kantone geleistet. In Zürich und Neuenburg eröffneten einige Zeit vorher schon zwei neue Casinos, die im vergangenen Jahr ein komplettes Jahr geöffnet hatten und dennoch konnte der Bruttospielertrag der Spielbanken dadurch nicht ausreichend gesteigert werden. Seit dem Jahr 2007 sank der Bruttospielertrag um insgesamt 25 Prozent.

Ein Faktor, der es für die Schweizer Spielbanken besonders schwierig macht, ist die Konkurrenz im In- und Ausland. Gerade im angrenzenden Ausland, wie in Deutschland, Frankreich und Italien ist das Glücksspielangebot in den vergangenen Jahren weiterhin gewachsen. Neben der Konkurrenz aus dem Ausland, bereiten die illegal betriebenen Spielhallen in der Schweiz den Spielbanken zusätzliche Schwierigkeiten.

Letztendlich gehört das Angebot im Internet sowohl für die Schweizer Spielbanken als auch für Casinos in anderen Ländern zur größten Konkurrenz überhaupt. In der Schweiz gelten zudem strenge Regelungen für die Spielbanken und so ist es kaum verwunderlich, dass die Kunden abwandern zu anderen Anbietern, in illegale Spielhallen oder zu dem breit gefächerten Angebot im Internet.

Eine ähnliche Situation, die der derzeitigen Situation in der Schweiz ähnelt, war vorhanden als in der Schweiz im Jahr 1993 noch das Spielbankenverbot existierte. Auch jetzt wandern die Schweizer und Schweizerinnen ins Ausland ab und spielen in den ausländischen Spielbanken. Seit dem Jahr 2007 spielen die Kunden der Schweizer Spielbanken mehr und mehr bei der Konkurrenz, wodurch die Umsätze der Schweizer Casinos stetig gesunken sind.

Durch ein Geldspielgesetz soll die Entwicklung nun gestoppt werden. Es soll wieder darum gehen, dass die Schweizer in Zukunft wieder in den überwachten und kontrollierten Schweizer Casinos spielen. Der Trend bei illegalen Anbietern im Ausland oder im Internet zu zocken muss dadurch endlich gestoppt werden.