Anlässlich der Kontrollierung des Glücksspielstaatsvertrages wartet Bitkom mit einer Umfrage zum Online-Glücksspiel auf. Hierbei wird deutlich, dass den Spielern vor allen Dingen Seriosität und Sicherheit am Herzen liegen.

Es sind folglich keine Glücksrittern, für die nur die hohen Gewinnquoten wichtig sind. Wetten im Netz sind ein heikles Thema, denn hierzulande gibt es einen Staatsvertrag, der es den Privatanbietern verbietet, in Deutschland im Internet Lotto und Sportwetten anzubieten. Bitkom hat das Ziel, dies auch für private Anbieter möglich zu machen. Der Staatsvertrag wird zurzeit geprüft. Da passt es gut ins Bild, dass sich laut einer Umfrage der Forsa, den der Branchenverband in Auftrag gegeben hatte, die Interviewten sich nicht als wilde Zocker herausstellten.

Ihnen liegen vielmehr die Sicherheit (96 Prozent) und die Seriosität (97 Prozent) am Herzen. Erst an fünfter Stelle stehen mit 71 Prozent hohe Gewinnquoten. Davor sind den Befragten noch der Service (91 Prozent) und der Bekanntheitsgrad der Anbieter (88 Prozent) wichtig. Das Thema Fußball steht bei den Sportwetten besonders im Mittelpunkt und nicht nur, weil die WM kurz bevorsteht. 94 Prozent der Spieler setzen auf Fußballthemen. Hier hat man allgemeines Interesse am Fußball, denn 90 Prozent wetten auf Spiele in der Bundesliga. Nur 43 Prozent wetten auf WMs und EMs.

Im Vergleich zu Fußball sind andere Sportarten wie Formel 1 (15 Prozent) und Tennis (11 Prozent) eher von geringem Interesse. Die traditionellen Gelegenheiten für Wetten bei Pferderennen sind im Netz von eher geringer Bedeutung, nur 6 Prozent nutzen diese Chance. Poker hat mittlerweile im Netz eine größere Aufmerksamkeit erhalten, doch groß verbreitet ist es noch nicht. Vor allem Männer (22 Prozent) und 9 Prozent Frauen spielen Poker. Lotto hat eine deutlich höhere Resonanz.

Der Frauenanteil liegt hier bei 64 Prozent und der Männeranteil bei 57 Prozent. 2 Millionen Deutsche spielen Glücksspiele im Netz, ein stattlicher Anteil. Mit diesen Zahlen möchte Bitkom wahrscheinlich ihrer Forderung mehr Nachdruck verleihen, dass auch hierzulande Privatanbieter legal Glücksspiele anbieten dürfen. Ein komplettes Verbot findet Bitkom keine gute Lösung. Der Präsident von Bitkom sagte, dass es sich gezeigt habe, dass die Nutzer sich nicht mit diesem Verbot abfinden und dieses umgehen.