Das Glücksspielmonopol des Staates ist sehr altmodisch und könnte schon in Bälde ausgedient haben, wenn die Bundesländer der Bundesrepublik darauf Übereinkommen sollten, dass der deutsche Markt im Bereich Glücksspiel auch für Privatanbieter, wie Online Casinos und Sportwettenbetreiber, zugänglich sein soll.

Das aktuelle Gesetz untersagt es Spielern der Bundesrepublik zwar, im Netz ihre Wetten zu setzen, doch diese scheren sich wenig darum. Es existiert ein Schlupfloch im Gesetz, das es ihnen gestattet auf derartigen Seiten zu spielen, wenn diese nicht in Deutschland unterhalten werden.

Doch hier scheiden sich die Geister und es hat den Anschein, das Schleswig-Holstein sein Glück wohl alleine versuchen wird, wenn man sich nicht einig werden kann. Wegen dem Rückgang der Gewinne des deutschen Block für Lotto und Toto sowie des staatlichen Betreibers Oddset, war Schleswig-Holstein auf der Suche nach einer passenden Lösung und verlangte von der Politik, endlich die Zügel in die Hand zu nehmen.

Wenn sich das Bundesland zu einem Einzelmarsch durchringen solle, wollen die Fraktionschefs im Landtag der Stadt Kiel schon im kommenden Jahr Privatbetreiber von Online Casinos und Sportwetten gestatten.

Diese könnten dann in zwei Jahren ihr Geschäft beginnen. Doch ein solcher Schritt birgt auch gewisse Risiken, nämlich, dass der Lotto- und Totoblock Deutschlands Schleswig-Holstein vor die Tür setzen wird und dies Umsatzreduzierungen zur Folge haben wird, wenn die übrigen Bundesländer eine Liberalisierung des Markts nicht befürworten.

Auch die EU fordert eine Gesetzesänderung, diese hatte schon im September den Glücksspielvertrag in der Bundesrepublik für nicht rechtmäßig befunden.