Das Borderline Syndrom kann als Persönlichkeitsstörung bezeichnet werden, bei der Instabilität im eigenen Handeln und in der Beziehung zu anderen Spielern eine große Rolle spielt. Stimmungsschwankungen und ein verzerrtes Selbstbild können außerdem zu diesem Krankheitsbild zählen.

Die Störungen treffen die Spieler direkt im Denkablauf. Hier kann von den Betroffenen kein Realitätsbewusstsein gefordert werden, denn für die Spieler ist die eigene Einstellung ganz klar die Richtige. Selbstüberschätzung und Arroganz können auch Ausdruck des Borderline Syndroms sein und gerade am Pokertisch ist dies ein oft gesehenes Verhalten.

Durch die Selbstüberschätzung kann es am Pokertisch auch schnell mal zu hohen Verlusten kommen, doch der betroffene Spieler sieht hier den Fehler zumeist nicht in seinem eigenen Versagen, sondern vielmehr gibt es genug andere Menschen am Pokertisch, denen man die Schuld für sein eigenes Versagen geben kann, auch wenn es am Ende der Croupier oder die hübsche Bedienung ist.

Weitere Störungen auch abseits des Pokerspiels

Bei der dissoziativen Störung legen viele betroffene Spieler ein auffälliges Verhalten am Spieltisch an den Tag, aber auch außerhalb des Pokerspiels zeichnen sich diese Personen durch klare Selbstüberschätzung aus. Hier geht es zum Beispiel um die eigene Wahrnehmung. Borderliner denken, dass ihr Aussehen dem von George Clooney gleicht, während Außenstehende in dieser Hinsicht eine ganz andere Empfindung haben.

Nicht jeder Spieler mit einem komischen Verhalten am Spieltisch ist tatsächlich ein Borderliner, aber langfristig soll dies eine Auswirkung des regelmäßigen Spiels sein, so die aktuelle Langzeitstudie. Inhalte der Studie sind sehr medizinisch und auch ein wenig angsteinflößend, weil wenn man zu viel darüber weiß, die Gegenspieler am Tisch am Ende vielleicht noch mit anderen Augen sieht.