Diese Entscheidung ist von Seiten des Unabhängigen Verwaltungssenats (UVS) gefallen und wird nicht zuletzt die beiden Lizenznehmer "Admiral" und "Amatic" verärgern.

Noch vor den Neuwahlen hatte die alte Regierung entschieden innerhalb kurzer Zeit die Lizenzvergabe in Bezug auf das kleine Glücksspiel durchzuziehen. Nachdem die Lizenznehmer ausgewählt wurden, wurde festgelegt, dass ab dem Jahr 2015 insgesamt 465 Spielautomaten durch die Lizenznehmer betrieben werden dürfen. Doch nicht jeder war von dieser Entscheidung so begeistert.

Grund für die kurzfristige Entscheidung des UVS war der Einspruch des Mitbewerbers Merkur Entertainment, der durch die zwei anderen Betreiber vom Feld gedrängt wurde. Die Neuausschreibung verändert die Situation vor Ort und macht die Thematik umso brisanter. Die Gegner des kleinen Glücksspiels, Vertreter von SPö und Grünen, wären für ein generelles Verbot des kleinen Glücksspiels. Dieser Wunsch ließe sich doch leider nun nicht mehr realisieren. Für die Neuausschreibung haben sich bereits sieben Bewerber angekündigt. Im Laufe des bereits begonnenen Verfahrens sei es den Parteien unmöglich mit einem generellen Verbot einzugreifen und so müsse man die Entscheidung des UVS hinnehmen und die Neuausschreibung von statten gehen lassen.

Die bestehenden Gesetze lassen es nicht zu, dass in ein bereits laufendes Verfahren dieser Art eingegriffen wird, bereits im vergangenen Jahr wurde viel über ein generelles Verbot des kleinen Glücksspiels diskutiert. Da hierzu jedoch bereits Ausspielbewilligungen festgelegt wurden, lässt sich die Entscheidung an dieser Stelle nicht mehr rückgängig machen und ein generelles Verbot des kleinen Glücksspiels ließe sich deshalb nun vorerst nicht mehr durchsetzen.

Die neusten Entscheidungen werden kritisch beäugt. Derzeit gibt es rund 800 illegale Geldspielautomaten im Land. Diese sollten eigentlich bis 2015 abgeschafft werden. Da nun jedoch ein langgezogenes Verfahren erwartet wird, da die Lizenznehmer nun planen, gegen die Entscheidung des UVS Einspruch einzulegen, ist die Befürchtung der Experten vorhanden, dass die illegalen Geräte auch in 2015 weiterhin bestehen bleiben werden und es den Kontrollinstitutionen nicht möglich sein wird, gegen diese illegalen Angebote kontrolliert vorzugehen.