Der kommende Glücksspielvertrag hält für die Privatbetreiber des Online Glücksspiels eine Menge Einschränkungen bereit. Doch auch die Besitzer von Spielhallen im Privatsektor werden nicht geschont.

Grund dafür ist ein Gesetzesentwurf, welcher strikte Kriterien in Bezug auf sämtliche Spielstätten, die von Unternehmen im Privatbereich betrieben werden, durchsetzen will. Dies kommt bei den Firmen im Privatsektor, die Lotto, Casinos und Sportwetten betreiben, gar nicht gut an.

Die ganze Industrie hat den Eindruck, in die Ecke gedrängt zu werden und es könnte gut sein, dass sie auf diese Kriterien mit Klagen reagieren werden. Dieser Vorlage zufolge wäre es nicht unwahrscheinlich, dass der Großteil der Betreiber im Privatsektor nach fünf Jahren die Zulassung nicht mehr innehat.

Besonders betroffen davon sind Spielhallen und Betreiber von Lotto, Toto sowie Sportwetten. Zudem will man Sperrzeiten für jeden Tag und eine Untersagung der Reklame an Eingang und Front der Spielstätten durchsetzen und so den Betreibern noch mehr Steine in den Weg legen.

Gerade die großen Spielstätten, die oftmals über Mehrfachzulassungen verfügen, könnten massive Probleme bekommen. Sie stellen an einem Platz häufig mehr als die 12 erlaubten Spielautomaten bereit. Diese Methode hat sich etabliert, so kam man zu immer mehr casinoähnlichen Gebäuden.

Infolgedessen möchte man nun etwas gegen die Vielfachzulassungen unternehmen, dies soll so geschehen, dass die Zulassungen nach fünfjähriger Testphase nicht mehr gültig sind. Wenn dies wirklich geschieht, dann verlieren viele Betreiber aus dem Privatbereich ihre Lebensgrundlage.

Die Untersagung von Werbung und die Einführung von Sperrzeiten dämpfen die Erträge, so entstehen berechtigte Gedanken darüber, ob nach den ganzen Ausgaben noch etwas davon hängen bleibt. Kritiker in der Industrie sagen, dass die Bundesländer mithilfe dieses Plans lediglich mehr Geld bekommen und unliebsame Gegner aufs Abstellgleis stellen wollen.

Die Bundesländer antworten, dass diese Maßnahmen nur dem Schutz vor Spielsucht dienlich sei. Die Klagen der Privatbetreiber werden dann verständlich, wenn man der Tatsache ins Auge sieht, dass nur reale Casinos, die häufig eine Zulassung des Staates haben, in den Genuss kommen, virtuelle Casinospiele betreiben zu dürfen.