Bei einem kostenpflichtigen Spiel, bei dem demnach ein Entgelt verlangt wird, um eine Gewinnmöglichkeit zu erhalten, hängt eben diese Gewinnmöglichkeit vom Zufall ab. Im Falle des Bundesligamanagerspiels entschied der Verwaltungsgerichtshof die Frage nach der Zufallsabhängigkeit außen vor zu lassen, da es sich bei dem eingesetzten Entgelt um eine Teilnahmegebühr handle. Im Falle der Teilnahmegebühr wird diese nicht eingesetzt, um eine Gewinnchance zu erhalten, sondern lediglich, um an dem Spiel teilnehmen zu können.

Gesetzlich ist es so geregelt, dass das Entgelt für den Erwerb einer Gewinnchance eingesetzt werden muss, damit es sich um ein Glücksspiel handelt. Die Gewinnchance muss in diesem Fall also direkt aus dem Entgelt erwachsen. Damit ist gesetzlich nicht gemeint, dass der Gewinn aus dem Entgelt entstehen muss, sondern lediglich, dass der Einsatz von Geld zum Spielen dazu führt, dass eine Möglichkeit des Gewinnens besteht, egal ob der Einsatz letztlich Teil des Gewinns ist oder eben nicht. In dem vorliegenden Fall setzt der Einsatz von Entgelt jedoch noch keine Gewinnmöglichkeit voraus, sondern berechtigt den Spieler lediglich zur Teilnahme an dem angebotenen Spiel.

Nachdem also von Seiten des Bundesgerichtshof festgestellt wurde, dass ein Glücksspiel nur dann vorliegt, wenn der Einsatz die Erzielung eines Gewinns bedingt, wenn der Einsatz jedoch noch nicht zu einer Gewinnmöglich fühlt, sondern erst das Verhalten von Mitspielern dazu führt, dass ein Gewinn erzielt werden kann, dann ist der Tatbestand nach Gesetzgebung nicht erfüllt und bei dem vorliegenden Spiel handelt es sich damit nach den aktuellen Gesetzesvorlagen nicht um ein Glücksspiel. Eine Zahlung an sich reicht demnach nicht aus, dass ein Spiel als Glücksspiel eingeordnet werden kann, so lange die Zahlung nur die Teilnahme am Spiel gestattet.

Auch der Faktor der Spielsucht spielt in Bezug auf diese Betrachtung eine wichtige Rolle. Eine zur Spielsucht führende Versuchung ist nach der Gesetzgebung dann gegeben, wenn die Gewinnchancen durch Erhöhen des Einsatzes gesteigert werden können und die Versuchung gegeben ist, die eingebußten Verluste durch zusätzliche Einsätze wettzumachen. Auch in Bezug auf kriminelle Handlungen ist diese Grundlage ausgesprochen wichtig. Im Falle der Vorliegenden Klage machte der Beklagte von Beginn an deutlich, dass im Falle des Fußballmanagerspiels keine Suchtgefahr bestehe. Die Beschränkungen des Glücksspielstaatsvertrags setzen voraus, dass die Suchtgefahr entsprechend bekämpft werden muss.

Da jedoch in diesem Fall, keine Suchtgefahr von dem Spiel ausgehe und es sich bei dem angebotenen Spiel um kein Glücksspiel handelt, sind die Beschränkungen durch den Glücksspielstaatsvertrag in diesem Fall nicht erforderlich und auch nicht verhältnismäßig. Das dargestellte Spielmodell konnte aufgrund der Vorliegenden Betrachtung und der Entscheidung das Spiel nicht als Glücksspiel einzuordnen sowie die nicht vorhandene Suchtgefahr als unbedenklich eingestuft werden, gilt somit nicht als Glücksspiel und konnte aus diesem Grund von Seiten des Bundesverwaltungsgerichts nicht beanstandet werden.